Unnötigerweise neue Möbel angeschafft?

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01. März 2017, 06:00 Uhr

Die FBO wittert ja häufiger Steuerverschwendungen. Die Kosten des Kultur- und Bildungszentrums standen schon häufiger im Fokus. So auch in einem Fragenkatalog, den Patricia Rohde (FBO)in der Stadtverordnetenversammlung an Bürgermeister Jörg Lembke stellte. Eine „besorgte Bürgerin“ habe an die FBO herangetragen, dass für Malkurse unnötigerweise 15 Staffeleien angeschafft worden seien. „Geht es etwa darum, dass der Etat ausgeschöpft wurde, der bewilligt war und selbst wenn das der verrückte Fall sein sollte, kann man dann die teuren Staffeleien nicht verkaufen, spenden oder verschenken?“, fragt Rohde. „Die alten Staffeleien waren keineswegs in völlig intakten Zustand. Sie mussten zum Teil ausgetauscht werden und waren viele Jahre alt“, antwortete Lembke. Die alten Staffeleien würde weiter benutzt. „Wie bekannt ist, gibt es im Kub keine Galerieschienen für Ausstellungen. Werke von Künstlern könnten in Zukunft auf den alten Staffeleien ausgestellt werden“, stellte er klar.

Die FBO hatte noch mehr Fragen. Beim Umzug von Verwaltung, VHS und Musikschule ins Kub seien „unnötigerweise komplett neue Möbel angeschafft worden“. Nach Kenntnis der FBO seien die alten Möbel entsorgt oder eingelagert worden. „Die Musikschule ist eigenständig und für ihren Etat selbst zuständig“, begann Lembke seine Antwort. Teile des Mobiliars in der Königstraße seien allerdings komplett unbrauchbar gewesen. Büros der Stadtverwaltung wurden zusätzlich eröffnet, daher habe es für dieses auch keine alten Möbel gegeben, die man hätte nutzen können. „Außerdem wurden uns von der Sparkasse Möbel geschenkt, die besser waren, als unsere aktuelle Büroausstattung in manchen Büros“, so Lembke. Altes, städtisches Mobiliar, dass noch einigermaßen nutzbar sei, werde an die Flüchtlingseinrichtungen der Stadt gegeben, erläuterte der Verwaltungs-Chef.

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