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Postkartenmotiv : Ungewöhnliche Sicht auf Oldesloe

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Verbrauchergemeinschaft gibt ein Gemälde bei Gesa Tams-Koll in Auftrag und lässt davon Postkarten drucken.

Für diesen Stadtrundgang muss man nicht vor die Tür. Es reicht völlig, mit den Augen die Häuserzeilen abzuwandern und zu rätseln, wo ist das, welches Gebäude soll das sein? Gesa Tams-Koll hat für die Verbrauchergemeinschaft ein besonderes Oldesloe-Bild gemalt. Da wimmelt es nur so vor Kleinigkeiten, die entdeckt werden wollen.

Das Gemälde erinnert doch an was ... genau: Da gibt es dieses naive Bild mit einer Ansicht des Oldesloer Marktplatzes. Das hingt früher im Amtszimmer des Bürgermeisters. Das Motiv ist vom Stadtmarketing benutzt worden, es gab Postkarten und Autoaufkleber. Für die Hagelstein-Inszenierung sicherte sich das Theaterprojekt, aus dem dann Badomat hervorging, die Rechte und verwendet es noch heute als Logo. Klar ist das neue Bild eine Referenz an jenes Motiv, setzt aber eigenen Akzente.

Die Verbrauchergemeinschaft war auf der Suche nach einer Möglichkeit zur Mitgliederpflege. Jubilare und Geburtstagskinder sollen eine besondere Grußkarte erhalten. Vorsitzende Sigrun Stolle ist ein Fan der Postkarten von Gesa Tams-Koll. „Ich mag das Hintersinnige in ihren Bildern“, erzählt sie: „Da war gleich Sympathie.“ Also erhielt die Malerin aus Grabau den Auftrag, ein entsprechendes Original für die Verbrauchergemeinschaft zu malen. Der Entstehungsprozess zog sich über Monate hin. Sigrun Stolle: „Wir haben uns zusammengesetzt und beraten, was wir interessant finden und was zu vernachlässigen ist.“ Gesa Tams-Koll ergänzt: „Zwischendurch musste ist auch mal einen Notruf absetzen, weil ich nicht mehr weiter wusste – ich bin ja keine Oldesloerin, sondern nur zugereiste.“

Das Endprodukt überzeugt. Sigrun Stolle ist begeistert: „Es ist alles nicht so grade, nicht so niedlich, ein echtes Wimmelbild.“ Natürlich findet sich der Marktplatz mit dem Rathaus auf dem Bild, Sparkasse und KuB, das Logenhaus, Heiliggeistviertel, Kloster Nütschau und Schloss Blumendorf. Sogar einen kleinen Erdbeerverkaufsstand hat Gesa Tams-Koll ins Bild geschmuggelt. Und die Windmühle, das soll bestimmt Wolkenwehe sein. „Nein“, druckst die Vorsitzende herum: „Die Mühle ist stellvertretend für Ströh. Wir wollten die lieber als die Silo-Türme.“ So viel Freiheit muss sein. Aber wo ist denn Oldesloes Wassermühle? Die Malerin schmunzelt: „Die ist hier hinter den beiden Häusern. Die können Sie nicht sehen.“

500 Euro hat sich die Verbrauchergemeinschaft das Original kosten lassen. Bislang gibt es nur Einzelausdrucke des Motivs. „Wir werden das in Serie geben“, verspricht Sigrun Stolle. Gegen eine Spende wäre der Verein bereit, auch an Nicht-Jubilare Postkarten abzugeben.

Die Verbrauchergemeinschaft hat für dieses Jahr wieder ein attraktives Programm für ihre Mitglieder geplant. Anlässlich der Bild-Vorstellung gab Sigrun Stolle einen Ausblick. Ein Vortragsabend zu Nahrungsergänzungsmitteln ist geplant, Erste Hilfe Kurse, Informationen zum Energieanbieter-Wechsel sowie zur Müllvermeidung und eine Führung durch das Brennermoor. Auch Ausflüge stehen auf der Agenda – zum Beispiel drei Tage Berlin mit Ministeriumsbesuch, Morgenmagazin und gläserner Produktion von Haribo. Eine Besichtigung der großen Gewächshäuser in Hemmingstedt und Weiterfahrt nach Husum ist geplant. Die Landesgartenschau wird im Juli besucht und im August geht es nach Tschechien – Skoda und Brauereibesuch in Pilsen sind nur zwei der Höhepunkte.

 

>Weitere Infos unter www.vg-ks.de

 

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23-2176993_Bad Oldesloe_Andreas_Olbertz_Redakteur.JPG von
erstellt am 04.Mär.2016 | 06:00 Uhr

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