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Bad Oldesloe : Unfallzahl ist gesunken, aber vier getötete Kradfahrer

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Polizei ist grundsätzlich zufrieden: weniger Verletzte, weniger Unfälle mit Radfahrern und Kindern.

Weniger Unfälle, weniger Verletzte – bei der Polizeidirektion ist man mit der Entwicklung der Unfallzahlen in Stormarn zufrieden – bei allen Einschränkungen. Insgesamt gab es auf Stormarns Straßen im vergangenen Jahr 5842 Unfälle, das sind 1,2 Prozent weniger als 2014 an. Die meisten, fast 80 Prozent, waren reine Blechschäden.

Die Zahl der Unfälle mit Verletzten ging um 10,8 Prozent zurück, allerdings war 2014 mit 1119 Verletzten auch ein „Rekordjahr“. 2015 kamen bei 776 Karambolagen 953 Menschen zu Schaden, 166 oder 14,8 Prozent weniger als im Jahr davor. Noch deutlicher war der Rückgang bei den Schwerverletzten (102) um mehr als 18 Prozent. Die meisten Opfer (89 Prozent) kamen mit leichten Verletzungen davon.

Die Zahl der getöteten Menschen ist mit fünf gleich geblieben, allerdings hat sich die Zahl der getöteten Motorradfahrer auf vier verdoppelt, obwohl die Zahl der Kradunfälle (112) und der verletzten Zweiradfahrer rückläufig war. Zwei der Getöteten zählten mit 21 und 24 Jahren zu den jungen Fahrern. Bei beiden steht überhöhte Geschwindigkeit in der Statistik. Einer war auf der B  404 auf einen Sattelzug aufgefahren, der andere hatte auf der B  75 beim Überholen die Kontrolle verloren. Die beiden älteren Kradfahrer verunglückten tödlich, als ein entgegenkommenden Fahrzeug nach links abbog. Das fünfte Opfer war ein Fußgänger im Seniorenalter.

Im Zehn-Jahres-Vergleich waren nur 2009 weniger als fünf Menschen auf den Straßen ums Leben gekommen. Der traurige Höhepunkt war 2006 mit 18 Getöteten.

Die Frage, ob eher junge oder eher ältere Autofahrer Unfälle verursachen, „werden wir weiter beobachten“, sagt Andreas Wolf, der in der Polizeidirektion die Zahlen auswertet. 149 Unfälle gehen auf das Konto von Jüngeren, 23 weniger als 2014. Auch die Zahl der Verletzten ging zurück, um 43 auf 120.

Senioren ab 65 Jahren verursachten 214 Unfälle, 15 weniger als 2014. Dabei wurden 167 Menschen verletzt (184). „Den Rückgang bei den jungen Leuten führen wir auch auf das begleitete Fahren zurück“, sagt Wolf. Generell könne man aber immer noch sagen, dass bei Jüngeren zu schnelles Fahren und bei Älteren Abbiegen und Vorfahrtsmissachtung die häufigsten Unfallursachen seien.

Erfreuliche Rückgänge registrierte die Polizei bei Unfällen mit Alkohol oder Drogen am Steuer. 63 mal spielte im vergangenen Jahr Alkohol am Steuer eine Rolle, ein Drittel weniger als 2014. 38 Personen wurden verletzt, 15 weniger als im Jahr davor. Bei insgesamt zwölf Unfällen unter Drogeneinfluss wurden fünf Menschen verletzt.

„Wir sind auch froh, dass es weniger Unfälle mit Kindern gegeben hat“, sagt Andreas Wolf, der in der Polizeidirektion die Zahlen auswertet. Bei 94 Unfällen (minus 16 Prozent) wurden 91 Kinder verletzt, die meisten (52) auf dem Rad, 26 als Mitfahrer im Auto

Rückläufig war auch die Zahl der Fahrradunfälle von 314 auf 271. Allerdings wurde naturgemäß fast jedes Mal (264) jemand verletzt. Weit mehr als jeder zweite Unfall (171) wurde auch von Radfahrern verursacht. In 33 Fällen war das ein Kind. „Wir hatten uns im vergangenen Jahr ja die Kontrolle auf die Fahnen geschrieben. Wir hatten einige Unfälle, bei denen Radler einen Zebrastreifen als Furt nutzten. In solchen Fällen hat der Radfahrer Schuld.“

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