Trittau : Unfall bei Verfolgungsjagd: Polizei sucht Zeugen

Nach ersten Erkenntnissen hatte der Fahrer des Mecedes zuvor in Mecklenburg-Vorpommern einen Unfall gebaut.

Nach ersten Erkenntnissen hatte der Fahrer des Mecedes zuvor in Mecklenburg-Vorpommern einen Unfall gebaut.

Die drei Insassen des Mercedes sind minderjährig. In dem Leihwagen wurden gestohlene Handys sichergestellt.

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05. Dezember 2019, 16:43 Uhr

Trittau | Bei einer Verfolgungsfahrt ist am Donnerstagnachmittag ein Mercedes A 220 auf der Auffahrt zur Bundesstraße 404 in Trittau (Kreis Stormarn) in die Leitplanke gerast. Zwei der drei Insassen wurden verletzt und kamen mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus. Ein weiterer Jugendlicher wurde noch um Unfallort festgenommen und in Handschellen gelegt.

Einer der Insassen wurde vor Ort festgenommen.
Peter Wüst

Einer der Insassen wurde vor Ort festgenommen.

Insassen sind minderjährig

Der 17-jährige Fahrer aus Hamburg und sein 17-jähriger Mitfahrer, ebenfalls aus Hamburg, sowie die 16-jährige Hamburgerin wurden bei dem Unfall leicht verletzt und in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Der Fahrer ist nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Der Sachschaden wird auf ca. 30.000 Euro geschätzt.

Bereits in Mecklenburg-Vorpommern geriet das Fahrzeug durch mehrere Verkehrsdelikte und einen Unfall auf der BAB 24 ins Visier der Polizei. Bei Talkau (Herzogtum-Lauenburg) nahmen die Streifenwagen der Autobahnpolizei die Verfolgung auf. Bei der Abfahrt Trittau verlor der Fahrer schließlich die Kontrolle über sein Fahrzeug, schleuderte durch den Grünstreifen der Auffahrt, rammte dort mehrere Leitpfosten und knallte frontal in die Leitplanke.

Gestohlene Handys sichergestellt

Bei einer ersten Überprüfung stellten die Polizisten umfangreiches Diebesgut und mehrere gestohlene Handys in dem Mietwagen sicher. Wer diesen angemietet hat, wird derzeit noch überprüft. Alle drei Unfallbeteiligten kamen nach einer Erstversorgung mit Rettungswagen und unter Polizeibegleitung ins Krankenhaus. Die Anschlussstelle war wegen des Einsatzes und der Rettungsarbeiten voll gesperrt.

Bereits gestern war die weiße Mercedes-A-Klasse mit Hamburger Kennzeichen auf der A 24 in Fahrtrichtung Berlin durch riskante Fahrweise und Verkehrsgefährdungen aufgefallen.

Zeugen gesucht: Das Polizeiautobahn- und Bezirksrevier Ratzeburg hat die Ermittlungen wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung aufgenommen und sucht nun nach Zeugen bzw. Verkehrsteilnehmern, die durch den Mercedesfahrer gefährdet wurden. Zeugen und mögliche Geschädigte melden sich bitte beim Polizei-Autobahnrevier unter der Telefonnummer 04156/295-0.

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