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Stormarner Tageblatt

17. August 2017 | 04:31 Uhr

Stammkeeper : Uneingeschränkte Nummer eins

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Torhüter Michel Thomä von Fußball-SH-Ligist SV Eichede agierte zuletzt unglücklich. Trainer Oliver Zapel aber betont vor dem Punktspiel beim FC Reher/Puls (Sonntag, 14 Uhr): „Michel bleibt im Tor.“ Alternativen allerdings sind auch rar gesät.

Das kleine Tief scheint überwunden. Nach den Niederlagen gegen Eutin 08 und den VfR Neumünster rehabilitierte sich Fußball-SH-Ligist SV Eichede zuletzt zumindest teilweise mit einem 3:2-Erfolg gegen TuRa Meldorf. Allerdings waren Beobachtern und Verantwortlichen beim SVE einige Schwächen in der letzten halben Stunde nicht verborgen geblieben. Allen voran Schlussmann Michel Thomä hatte einen gebrauchten Tag erwischt. Der 26-Jährige wirkte nicht nur phasenweise unsicher und ließ es an der notwendigen Abstimmung mit seiner Hintermannschaft fehlen – er patzte vor allem beim zweiten Gegentor, als Thomä weit vor seinem Strafraum herumirrte. Das war auch Trainer Oliver Zapel nicht entgangen.

„So ein Fehler darf Michel natürlich nicht unterlaufen. Da hat er die Lage völlig falsch interpretiert“, sagte Zapel, betonte aber gleichzeitig: „Es wäre aber absurd, nach seinem ersten kapitalen Fehler über Konsequenzen nachzudenken. Er hat ausreichend Selbstvertrauen, um so ein Missgeschick schnell zu verarbeiten. Unsere Nummer eins wackelt keinesfalls. Er bleibt im Tor.“ Auch am Sonntag (14 Uhr) bei Aufsteiger FC Reher/Puls.

Eine Torwartdiskussion erstickt der SVE-Coach im Keim. Schließlich weiß Zapel, was er an dem Neuzugang vom TSV Trittau hat. „Michel hat der Mannschaft in einer wichtigen Phase der Saison bereits mehrfach durch starke Leistungen geholfen. Auch im Training marschiert er vorweg“, begründet der 47-Jährige sein Vertrauen in Thomä: „Um das klarzustellen: Wir haben kein Torwart-Problem.“

Allerdings: Dem SV Eichede mangelt es aktuell auch an Alternativen auf dem Posten zwischen den Pfosten. Bei den drei Thomä-Konkurrenten jedenfalls läuft es noch nicht rund. „Alvaro Magel hat in unseren Test- und Pokalspielen sowie den Partien unserer zweiten Mannschaft ordentlich gehalten. Doch besonders im Training muss er sich stabilisieren. Da sieht man schon noch Defizite, besonders körperlich. Er muss zwingend stabiler werden und mehr Muskelmasse zulegen“, analysiert Zapel die Lage des ehemaligen A-Jugend-Keepers vom VfB Lübeck.

Auch Julian Barkmann und Fynn Berndt – immerhin in der Saison 2013/2014 mit Regionalliga-Einsätzen bei den „Bravehearts“ – hatten bisher mit Problemen zu kämpfen. „Julian hatte in dieser Saison immer wieder leichte Blessuren. Er kam vom Start an nicht richtig in Fahrt. Wenn er fit ist, gibt er im Training immer alles. Ihn hindert aber auch der Job oft am Training, das er dann in der U  23 nachholt und dort regelmäßig zum Einsatz kommt“, erklärt Zapel. Barkmann wechselt sich vorerst bei Spielen der Reserve mit Magel im Tor ab.

Derweil war Berndt zuletzt beruflich bedingt komplett raus aus dem Trainings- und Spielbetrieb. „Ich hoffe, er wird uns bald wieder regelmäßig zur Verfügung stehen. Erstmal muss er aber wieder den Anschluss herstellen“, betont Zapel.

So steht in Reher also die momentan unangefochtene Nummer eins im SVE-Tor. Der FC ist für Thomä und Co. ein unbeschriebenes Blatt. „Soweit ich informiert bin, gab es beim SVE – auch vor meiner Zeit – noch kein Spiel beider Teams. Es wird spannend für uns, im behaglichen Waldstadion anzutreten“, sagt Zapel. Der Aufsteiger trägt seine Heimspiele abwechselnd in Reher und Puls aus. „Im Waldstadion hat der FC immer gute Leistungen gebracht, Holstein Kiel II geschlagen und dem VfB Lübeck beim 2:4 im Landespokal alles abverlangt“, warnt der angehende Fußball-Lehrer.

Infos zum Spiel

 

Anpfiff: Sonntag, 14 Uhr, am Sportplatz des TSV, 25593 Reher.

SR: Siemers (Griebel).

Nicht dabei: Dominic Ulaga (Aufbautraining, spielt evtl. in der Reserve), Michael Löw (Sprunggelenk), Ridel Monteiro, Leonardo Evora (beide Knieverletzung).

Fraglich: Gerrit Schubring (Grippe).

Voraussichtliche Aufstellung: Thomä – Fischer, Bojarinow, Krajinovic, Janelt – E. Monteiro, Moklis, Oldag – M. Schubring – Maltzahn, Claus.

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