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Energie aus Müll : Umweltpreis für Trittauer zur Vergärung von Bioabfall

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Studien- und Fördergesellschaft der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft zeichnet AWT aus. Aus den 30 000 Tonnen Bioabfällen aus den Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg werden im Jahr 2,5 Millionen Kubikmeter Biogas gewonnen. Allein durch den Strom können rund 1000 Haushalte versorgt werden.

Für die ökologische und klimaschonende Abfallverwertung ist das Abfallwirtschaftszentrum Trittau gestern mit dem Umweltpreis der Wirtschaft ausgezeichnet worden. Der Preis, den die Studien- und Fördergesellschaft der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft vergibt, wurde während einer Feierstunde im Kieler Schloss übergeben.

„Wir sehen in der Auszeichnung eine Bestätigung und weiteren Ansporn für unser Bestreben, moderne, ökologische und wirtschaftliche Technik zum Wohl der Umwelt und für die Akzeptanz der Abfallrecyclingaufgaben einzusetzen“, freuen sich die beiden Geschäftsführer der AWT Wolfram Gelpke und Holger Pfau. Die AWT ist eine GmbH & Co. KG, an der die Buhck- und die Remondis Gruppe beteiligt sind. 2011 hatte sie nach einer europaweiten Ausschreibung von der Stormarn-Lauenburger Abfallwirtschaft Südholstein (AWSH) den Zuschlag für die Anlage zur Bioabfall-Vergärung bekommen.

Seit 1998 werden in Trittau bereits Bio- und Grünabfälle zu Kompost und Erden verarbeitet. Die Vergärung ist der Kompostierung nun vorgeschaltet. Seit Jahresbeginn kann somit das Energiepotenzial dieser Abfälle genutzt werden. Das gewonnene Biogas speist ein Blockheizkraftwerk, das Strom und Wärme erzeugt. Die zurückbleibenden Reststoffe werden nach wie vor zu Kompost verarbeitet.

Aus den 30 000 Tonnen Bioabfällen aus den Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg werden im Jahr 2,5 Millionen Kubikmeter Biogas gewonnen. Allein durch den Strom können rund 1000 Haushalte versorgt werden. Die erzeugte Wärme heizt das benachbarte Technologiezentrum. Insgesamt investierte die AWT fünf Millionen Euro in die moderne Anlage, so Remondis-Geschäftsführer Wolfgang Steen und Thomas Buhck, geschäftsführender Gesellschafter der Buhck Gruppe.

In der Studien- und Fördergesellschaft der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft haben sich 300 Unternehmen aller Branchen und Größen zusammengeschlossen. Die Gesellschaft, die sich für Bildung, Kultur und Politik engagiert, verleiht den Umweltpreis seit 1984 für besondere Impulse aus der Wirtschaft zum Schutz von Natur und Umwelt. Die Auszeichnung gehört damit zu den ältesten und renommiertesten dieser Art in Deutschland.

Neben der AWT, die für ihren vorbildlichen Beitrag zur ökologischen und klimaschonenden Abfallverwertung ausgezeichnet wurde, ist das Energieeffizienz-Zentrum in Neumünster Preisträger 2013. Dort wird einer breiten Öffentlichkeit praxisnah demonstriert, wie rund um Haus und Wohnung der Energieeinsatz optimiert und die Effizienz verbessert werden kann.

„Seit 1984 haben wir 55 Unternehmen für ihr Engagement im Umweltbereich auszeichnen können. Wir freuen uns über die stattliche Zahl, die ein Beleg für die Bedeutung des Umweltschutzes in unseren Betrieben ist“, sagte der Vorsitzende der Studien- und Fördergesellschaft, Uli Wachholtz, bei der Veranstaltung in Kiel, an der mehr als 200 Persönlichkeiten aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens teilnahmen. Gastredner war Umweltminister Dr. Robert Habeck.

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