Umfrage sieht SPD deutlich vor der CDU

Infratest-dimap ermittelt eine Regierungsmehrheit für die Kieler Küsten-Koalition

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16. März 2017, 19:44 Uhr

Knapp zwei Monate vor der Landtagswahl können SPD, Grüne und SSW auf eine Neuauflage ihrer Regierungskoalition hoffen. Eine infratest-dimap-Umfrage für den NDR zeigt keine Wechselstimmung.

Würde der Landtag an diesem Sonntag gewählt, könnte die SPD mit 33 Prozent rechnen. Die CDU käme auf 27 Prozent, die Grünen auf 14 und die FDP auf neun, der von der Fünf-Prozent-Hürde befreite SSW landete bei drei Prozent. Die AfD (sieben) wäre im Landtag, Linke (vier) und die Piraten nicht.

Im Vergleich zur Umfrage im Dezember hat sich die Stimmung vor allem für die beiden großen Parteien gedreht. Die SPD legt um sieben Prozentpunkte zu, die CDU verlor im selben Umfang. 62 Prozent sind mit der Arbeit der aktuellen Landesregierung zufrieden. Die regierende Drei-Parteien-Koalition kommt auf zusammen 50 Prozent. Mehr als die Hälfte der Befragten sprach sich für eine SPD-geführte Regierung aus.

Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) erreicht nach den gestern veröffentlichten Daten einen Sympathiewert von 53 Prozent. Er liegt damit hinter FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki mit 55 Prozent. Würde der Regierungschef direkt gewählt, erhielte Albig 50 Prozent und CDU-Spitzenkandidat Daniel Günther 21 Prozent. Jeder zweite Befragte kennt Günther noch nicht.

„Wir freuen uns über den guten Zwischenstand“, sagte Ralf Stegner. Der SPD-Chef warnte aber auch, dass Umfragen keine Wahlergebnisse seien. „Das entscheidende Ergebnis ist erst das am Wahlabend um 18 Uhr.“

CDU-Spitzenkandidat Daniel Günther sagte, die letzte Umfrage, in der die CDU vorne gelegen hatte, sei „von der Ankündigung der erneuten Kandidatur Angela Merkels beeinflusst“ gewesen. „Die aktuelle Umfrage ist eben-falls von bundespolitischen Effekten überlagert“, so Günther.

Als wichtigstes politisches Problem im Land nannten in der aktuellen Umfrage 17 Prozent Zuwanderung und Integration von Ausländern. Danach folgen Schule und Bildung (16) sowie Infrastruktur und Verkehr (12). Etwa drei Viertel der Befragten befürworteten eine Rückkehr der Gymnasien zum Abitur nach 13 Schuljahren. Dies fordert auch die CDU. Seite 17 / Kommentar Seite 19

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