Trittau : Übung unter realen Bedingungen

Aus dem Haus in der Rausdorfer Straße  qualmte es mächtig – zum Glück nur zu Übungszwecken.
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Aus dem Haus in der Rausdorfer Straße qualmte es mächtig – zum Glück nur zu Übungszwecken.

Den Abriss eines Hauses in der Rausdorfer Straße nutzte die Freiwillige Feuerwehr Trittau für eine besondere Übung unter realen Bedingungen.

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27. Februar 2014, 16:18 Uhr

Für den Bau des neuen Kreisels in der Rausdorfer Straße muss das Haus von Waltraud Kohlhoff weichen. Noch bevor der Abrissbagger anrollt, nutzte die Freiwillige Feuerwehr Trittau das Haus für eine besondere Übung unter realen Bedingungen.

Die Polizei rückte gemeinsam mit der Feuerwehr aus, sperrte die Rausdorfer Straße zwischen den Abzweigern Gadebuscher Straße und Mühlenweg für den Durchgangsverkehr. Aus dem betroffenen Haus qualmte es beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bereits aus allen Ritzen und Fugen und auch aus dem Dach stiegen dicke Rauchschwaden auf. Die Männer der Feuerwehr rüsteten sich mit Atemschutz aus und stellten Leitern an das Haus. Über die Fenster im oberen Stockwerk verschafften sich die Einsatzkräfte einen Zugang ins Innere des Hauses.

Dort allerdings konnte man die Hand vor Augen nicht sehen. Gemeindewehrführer Clemens Tismer hatte dort drei Behälter verstecken lassen, die allesamt mit Wasser gefüllt werden sollten. „Entscheidend war, dass die gesamte Übung als Alarmübung geplant war und dass wir nur in der oberen Etage tätig sein wollten. So blieb das Haus im Erdgeschoss unberührt und konnte nicht von lichtscheuen Gestalten oder spielenden Kindern vor dem Abriss heimgesucht werden“, erklärte der Gemeindewehrführer. Die ehemalige Besitzerin Waltraud Kohlhoff stand während der Übung auf der gegenüber liegenden Straßenseite und schaute zu. „Ich habe mit dem Haus abgeschlossen. Mich berührt das nicht mehr, obwohl ich mit der Gemeinde in den vergangenen Jahren eine ganze Menge Zoff hatte“, so die 72-Jährige.

Einige Meter weiter schenkte Wehrführer Tismer dem kleinen Leon (3) aus der Nachbarschaft, der mit Papa Oliver dem Treiben der Feuerwehr zusah, einen Teddy. „Solche Kleinigkeiten haben wir immer für Kinder mit dabei. So können wir gerade die Kleinen bei einem Einsatz beruhigen“, erklärt Tismer. Die Übung war nach einer guten halben Stunde beendet. Dann musste die Straße wieder frei sein, um den regulären Busverkehr nicht zu behindern.

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