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Ahrensburg : Überraschende Wende: Famila kann umziehen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Ein Projektentwickler aus Itzehoe kauft Ackerflächen und wird Investor / B-Planteilung wird aufgehoben

Die Mitglieder des Bauausschusses der Stadtvertretung hielten für ein paar Sekunden den Atem an: Das, was Investor Albinger aus Berlin, die Stadt Ahrensburg und zuletzt die WAS (Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn) in fast zwei Jahren nicht geschafft hatten, gelang jetzt einem Immobilien-Projektentwickler aus Itzehoe. „Ja, ich habe die 95  000 Quadratmeter große Fläche im Gewerbegebiet Beimoor Süd gekauft“, sagte Michael May, „Anfang der Woche wurde der Vertrag notariell beglaubigt.“

Schon seit geraumer Zeit möchte das zur Kieler Bartels-Langness-Gruppe gehörende Warenhaus näher an die Innenstadt rücken – vom nördlichen Rand des Gewerbegebiets Kornkamp auf die Flächen zwischen Beimoorweg und Ostring. Die gehörten allerdings nicht der Stadt, sondern einem Landwirt. Und an dessen Preisvorstellungen waren alle Verhandlungen gescheitert.

Das „Heranrücken“ von famila & Co. näher zur Ahrensburger Innenstadt wird von Teilen der Geschäftswelt nicht unkritisch betrachtet, man fürchte Kundenabwanderungen durch das Projekt auf der grünen Wiese, heißt es in Gesprächen.

„Die Gespräche dauerten zwei Monate, dann waren wir uns einig“, sagt Michael May, dessen Unternehmen seit 1983 Einzelhandels-, Logistik- und Hotelprojekte realisiert. Famila, Aldi, der Tierbedarfshandel Futterhaus und vermutlich auch die Tankstelle sollen auf das acht Hektar große Gelände umziehen. Es ist das zweite Projekt des Itzehoers in Ahrensburg. Fast in Sichtweite zum Fachmarktzentrum realisiert er an der Kreuzung Beimoorweg/Kornkamp den neuen Toom Bau- und Gartenmarkt. Dort sollen im April die Arbeiten beginnen.

Zum Fachmarktzentrum gehört auch ein Möbelhaus mit 4000 Quadratmeter, der Betreiber stehe aber noch nicht fest. „Vielleicht wird es auch ein Fast-Food-Restaurant geben“, sagt Michael May, der gleichzeitig als Investor auftritt. Der famila-Markt wird etwa 5000 Quadratmeter Fläche haben, Aldi und das Futterhaus jeweils rund 1000 Quadratmeter. Zwei Drittel des gesamten Grundstückes werden dafür als Sondergebiet (SO) ausgewiesen, ein Drittel ist normales Gewerbegebiet.

Trotz der überraschenden Entwicklung hat der Ausschuss beschlossen, den Bebauungsplan 88 zu teilen. Im Frühjahr 2017 sollen die Bauanträge gestellt werden. Zur Höhe der Investitionskosten wollte Michael May keine Angaben machen, „das wäre viel zu früh.“




 

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