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Bad Oldesloe : Übergangslösung für Tauschhaus

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Stadtverwaltung Bad Oldesloe sieht momentan keine Möglichkeit, das von Karin Hoffmann und ihren Mitstreitern geplante Tauschhaus in der Fußgängerzone zu genehmigen. Es wird aber eine befriste Ausnahmeerlaubnis geben.

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erstellt am 11.Nov.2014 | 13:41 Uhr

Na also, es geht doch, zumindest im Ansatz. Karin Hoffmann und der Freundeskreis Lesen dürfen nun doch ihr Tauschhaus aufstellen – vorübergehend.

Hartmut Jokisch (Grüne) hatte im Bauausschuss angefragt, ob denn für die Aufstellung von Spielgeräten in einer Fußgängerzone eine Änderung der Bauleitplanung notwendig sei. Wir erinnern uns, einen derartigen Beschluss hatte es mal gegeben. Es waren auch Spielgeräte aufgestellt worden, aber aus Sicherheitsgründen wieder entfernt worden. Es fehlten die Fallschutzmatten. Außerdem wurde da auch gerne mal gegen gefahren. Deshalb kamen die Teile wieder weg. Antwort aus der Verwaltung: Für Spielgeräte reicht ein einfacher Beschluss. Für ein Tauschhaus, auch wenn das ebenfalls dem Gemeinwohl diene, gelte das allerdings nicht. Deshalb hatte Bürgermeister Tassilo von Bary ja einen entsprechenden Antrag von Karin Hoffmann abgelehnt. Um in der Oldesloer Fußgängerzone legal ein solches Häuschen aufstellen zu können, müsste also der B-Plan geändert werden.

Eine Auskunft, die natürlich verwundert, wenn man weiß, dass in der Segeberger Fußgängerzone sehr wohl ein solches Tauschhaus steht. Aussage der Verwaltung dazu war, dass es dort auch lediglich geduldet werde.

Immerhin machte Bürgermeister von Bary die Tür nicht komplett zu. Wenn es einen konkreten Anlass gebe, könnte man ja vielleicht zumindest zeitweise anders entscheiden. Einen solchen Anlass konnte Hartmut Jokisch natürlich sofort liefern: Am 22. November beginnt die europäische Woche der Müllvermeidung. Dazu findet im Bürgerhaus auch eine Veranstaltung statt. Das ist ein Grund, die benötigte Sondernutzungsgenehmigung zu erteilen. Hartmut Jokisch: „Danach beginnt die Weihnachtszeit. Wenn man dann ein paar Lämpchen an die Bude hängt, kann sie ja vielleicht auch etwas länger stehen.“ Sollte es zukünftig erneut Genehmigungsprobleme geben, kündigt Hartmut Jokisch schon mal an: „Dann werden wir notfalls wohl doch den B-Plan ändern müssen.“

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