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Stormarner Tageblatt

17. Dezember 2017 | 15:35 Uhr

Ahrensburg : Über die Hände in den Kopf

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Beruflichen Schulen Ahrensburg bieten neuerdings eine Ausbildung zur Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice an. Ein lokales Möbelhaus ist da stark involviert.

shz.de von
erstellt am 07.Sep.2015 | 17:46 Uhr

Gespannt warteten 35 junge Stormarner in der der Logistikhalle der Beruflichen Schulen Ahrensburg auf den offiziellen Startschuss für ihre neue Ausbildung. Sie alle haben gerade ihre berufliche Laufbahn bei „Möbel Höffner“ und „Küchen aktuell“ in einem nagelneuen Ausbildungsgang gestartet: Fachkraft für Möbel- Küchen- und Umzugsservice.

„Ich freue mich, dass es gelungen ist, hier wohnortnah zum Ausbildungsplatz dieses Angebot zu schaffen. Die neue Ausbildung ist vielfältig und bietet Einblicke in unterschiedlichste Bereiche. Haben sie noch keinen Schulabschluss erhalten Sie ihn mit dem Abschluss der Ausbildung“, so Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Britta Ernst, die nach Ahrensburg gekommen war, um den Auszubildenden und den Lehrkräften viel Glück bei der Premiere zu wünschen. „Die Ausbildung richtet sich auch an die Schüler, die vielleicht nicht immer ohne Probleme durch die Schulzeit gegangen sind. Sie ist vielfältig und bietet Einblicke in unterschiedlichste Bereiche“, so Berufschulleiter Joachim Steußloff. Es habe einen Grund, dass man sich in der Lagerhalle treffen wollte und nicht in einem Klassenraum. Denn Praxis stehe ganz weit oben auf dem Lehrplan. „Das Lernen über die Hände in den Kopf ist wichtig. Wir legen großen Wert auf Praxisnähe und sind daher auch froh, dass die Firma Höffner ein Fahrzeug für Übungszwecke zur Verfügung stellt“, so Steußloff.

„Der Vorstoß kam von Höffner, und im Februar gab es dann die Zusage aus dem Bildungsministerium. Wir haben als Schulträger der Einrichtung der Fachklasse zugestimmt. Hier ist relativ unkompliziert etwas im Sinne der Auszubildenden entstanden“, so Sigrid Kuhlwein (SPD), Vorsitzende des Sport-, Schul- und Sozialausschusses im Kreis.

„Es gibt immer Bedarf an Ausbildungsplätzen vor allem für junge Stormarner, die vielleicht kein Interesse an einem kaufmännischen oder rein technischen Beruf haben“, sagt Kuhlwein. Entscheidend sei, dass man die drei Jahre Ausbildung gut durchstehe und ein wenig Durchhaltevermögen mitbringe. „Die Berufsschule hat sich wunderbar entwickelt. Ich kenne sie seit 1986 und bin jedes Mal wieder erfreut, wenn ich bei einem Besuch feststelle, dass sie wieder gewachsen ist und sich weiterentwickelt. Natürlich wird man daher auch schauen müssen, wie in naher Zukunft ein weiterer Neubau realisiert werden kann“, so Kuhlwein.

Auch Deutsch als Zweitsprache, das jetzt erstmals in einer DaZ-Klasse an der Berufschule in Ahrensburg angeboten wird, „ist ein Thema, dass wir angehen müssen. Vielleicht lassen sich auch hier relativ schnell, praktikable Lösungen finden“, sagte die Kreispolitikerin. Sie wünsche sich jedenfalls, dass die Firmen diese neue Ausbildung dauerhaft etablieren: „Ich kann mir auch vorstellen, dass dieser Ausbildungsgang eine Möglichkeit für Flüchtlinge darstellt. Das wird sich aber zeigen müssen.“ Steußloff bedankte sich für das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit mit Land und Kreis: „Wenn es Lob vom Schulträger gibt, fühlt sich das natürlich gut an.“

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