Aufstiegsparty : Über Bremen und Lübeck nach Mallorca

Kabinenparty: Sebastian Heidel, Lennard Koth und Aleksandar Nogovic spritzen mit Bier.
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Kabinenparty: Sebastian Heidel, Lennard Koth und Aleksandar Nogovic spritzen mit Bier.

Der Abpfiff in Bremen läutete den Feiermarathon des VfB Lübeck ein. Die Hansestädter machten nach der Rückkehr in die Fußball-Regionalliga Nord die Nacht zum Tag. Frühmorgens ging es dann mit 26 Mann auf die spanische Urlaubsinsel Mallorca.

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10. Juni 2014, 08:00 Uhr

Ein paar Minuten dauerte es nach dem Abpfiff, ehe die Aufstiegsfreude so richtig Einzug hielt. Ein Gegentor mit dem Schlusspfiff war nicht das richtige „Doping“ für Freudenstürme bei den Fußballern des VfB Lübeck. „Uns wurde die ganze Saison gepredigt, auf dem Teppich zu bleiben“, sagte Mittelfeldspieler Dennis Voß. „Da brauchte es dann auch ein paar Momente länger, um zu realisieren, dass wir es jetzt wirklich geschafft haben“, sagte der Spielmacher nach dem Gewinn der Aufstiegsrunde und der Rückkehr in die Regionalliga Nord. Doch allzu lange dauerte es nicht, bis es richtig rund ging. „Wenn es heute nicht Vollgas gibt, wann denn sonst?“, fragte Ahmet Arslan, der einzige Stammspieler, der den VfB jetzt in Richtung Hamburger SV verlässt.

Auf dem Platz bekam Trainer Denny Skwierczynski von Dennis Wehrendt und Aleksandar Nogovic jeweils einen Eimer voll Wasser über den Kopf. Bier und Sekt waren da noch nicht in Reichweite. „Vor dem Spiel wollte ich nichts davon sehen“, sagte Skwierczynski. „Was macht denn das für einen Eindruck, wenn wir hier ankommen, und im Bus stapeln sich schon die Kisten?“ Nach dem Spiel jedoch stieg der Alkoholpegel schnell. „Der Busfahrer hatte den Auftrag, etwas zu besorgen“, schmunzelte Skwierczynski und entsprechend war die Versorgung spätestens in dem Moment gesichert, als die Mannschaft die Kabine erreicht hatte. Bei dem einen oder anderen auch schon früher. „Das erste Bier hatte ich schon“, sagte Torhüter Jonas Toboll noch auf dem Feld. Denn schnurstracks, nachdem Zeugwart „Manni“ Klein jedem Spieler sein Aufstiegs-T-Shirt („Aufsteiger 2014 – Echt Leev, keen Mood“) überreicht hatte, ging es zu den mitgereisten Anhängern in den Gästeblock – mindestens 600 der 911 zahlenden Zuschauer in Bremen kamen aus Lübeck. Dort erhielten nicht nur Toboll sein erstes Bier und Skwierczynski eine Bierdusche. Im Fanblock erreichte die Party einen ersten Höhepunkt.

Evergreens des Fußball-Liedgutes wie „Oh wie ist das schön“ waren dabei. Torschützenkönig Stefan Richter setzte im Potpourri der Klassiker auf „seinen“ Lieblingshit „Europapokaaal“. Mit fast schon heiserer Stimme war es schließlich der Schütze des letzten Saisontores, Verteidiger Lennard Koth, der mit einem „Nie mehr 5. Liga“ die klassische „Humba“ mit den Mannschaftskollegen und Fans anstimmte. Etwas holprig klang nur der Lobgesang auf den Trainer, den die Spielern auf den Schultern hochleben ließen. Doch der Rhythmus, der bei „Denny Skwierczynski – ein Mann vom VfB“ nicht passte, war dann auch schon alles an Makel, nachdem die Aufstiegsfeierlichkeiten in Schwung gekommen waren.

Im Bus auf der Rückfahrt gab erwartungsgemäß „Hosch“ Richter als Entertainer den Ton an. Und als die Mannschaft dann gegen 21 Uhr die Lohmühle erreichte, ging es feucht-fröhlich weiter. Auch wenn „nur“ etwa 300 Fans den Weg zur „Alten Holze“ gefunden hatten – die Fans, die mit in Bremen waren, fehlten größtenteils noch – wurde munter weiter gefeiert. Am Abend folgte eine interne Aufstiegsfeier mit Helfern und Freunden in einem Grönauer Lokal. Für den einen oder anderen Spieler war es der Startpunkt in ein langes Wochenende. Bereits kurz vor 5 Uhr brachen die ersten Akteure zur Abschluss-Sause auf Mallorca auf. Insgesamt sind dort 26 Mann dabei – ein weiterer Beleg für den guten Teamgeist beim VfB.

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