Über 100 Pilgerübernachtungen in Klein Wesenberg

Dieses Schild beweist: Pilger   sind in Klein Wesenberg herzlich willkommen.  Foto: Schlüter-hürdler
Dieses Schild beweist: Pilger sind in Klein Wesenberg herzlich willkommen. Foto: Schlüter-hürdler

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19. November 2010, 03:59 Uhr

Klein Wesenberg | Ein erfolgreiches Pilgerjahr geht zu Ende. Eine positive Bilanz kann das Team um Pastor Erhard Graf ziehen, denn viele Wanderer nutzten den Pilgerweg, ein Teil der Via Baltica, der von Lübeck aus auch durch Klein Wesenberg führt.

Der Jakobsweg von Lübeck nach Hamburg wurde 2009 eröffnet und führt 30 Kilometer durch den Kreis Stormarn. Gleichzeitig wurde im Gemeindehaus in Klein Wesenberg das erste Stockwerk zu einer Gäste-Etage mit zwölf Betten in vier Zimmern, Küchenzeile, Sanitärbereich und Seminarraum umgebaut. Zuvor wurde die Etage nur als Konfirmandenheim des Kirchenkreises genutzt. Seit Oktober 2009 sind im Gästehaus Übernachtungen für Pilger möglich. Bis jetzt konnten 102 Übernachtungen von Pilgern verzeichnet werden. "Über 100 Reservierungen wurden allerdings leider wieder abgesagt", bedauert Pastor Graf. Zählt man die 99 Übernachtungen durch Jugendgruppen und 21 von Gästen der Gemeindemitglieder hinzu, kommt man auf 222 Übernachtungen - ein gutes Ergebnis der Bemühungen, das Gemeindehaus in Klein Wesenberg auch für Fremde zu öffnen. Zehn Prozent der Pilger, die auf dem norddeutschen Jakobsweg von Lübeck oder in Richtung Hansestadt unterwegs waren, nutzten das Angebot.

Durch eine ständig zugängliche Stempelbox kann sich jeder Pilger außerhalb der Öffnungszeiten des Kirchenbüros seinen Pilgerpass abstempeln. "Dennoch suchen viele Pilger das persönliche Gespräch im Kirchenbüro und wenn möglich auch mit mir", sagt Graf. Das Pilger-symbol des Jakobsweges, gemalt auf einen Findling, weist den Wanderern den Weg zu Stempelbox und Gemeindehaus. Kurz vor Wesenberg findet der Pilger außerdem einen Wegweiser: "Unsere Kirche befindet sich 1,5 Kilometer geradeaus am Kirchberg".

Leider konnte die Kirche, die am äußersten Dorfrand liegt, nicht ständig offen gehalten werden. Im nächsten Jahr, so hofft der Pastor, soll versucht werden, an Sonnabenden die Kirche zu öffnen. Dann sind besonders viele Pilger unterwegs.

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