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Turnhalle soll wieder Hortplätze beherbergen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Flüchtlinge werden auf andere Standorte in Ahrensburg verteilt

Die Flüchtlinge aus Syrien, die vor einem halben Jahr in der Turnhalle der Fritz-Reuter-Schule eine Unterkunft gefunden hatten, müssen umziehen. Grund: Die Stadt Ahrensburg muss dringend Hortplätze schaffen. Bis Schuljahr 2016/2017 sollen, so der Plan, alle angemeldeten Hortkinder einen Platz bekommen. Derzeit stehen rund 50 Kinder auf der Warteliste.

Einer der Standorte für die Hortunterbringung ist die Turnhalle. Dort will die Arbeiterwohlfahrt ab August 2016 drei Ganztagshortgruppen einrichten, dafür stehen dann zwei Gruppenräume sowie die Turnhalle zur Verfügung. Die Flüchtlinge, die dort in der letzten Novemberwoche des vergangenen Jahres untergebracht worden waren, werden auf verschiedene Standorte in Ahrensburg verteilt, unter anderem in der neuen Unterkunft am Ahrensburger Kamp. Die leicht stagnierende Zahl der Flüchtlinge (in diesem Jahr kamen bisher 107 Asylsuchende nach Ahrensburg, bis Jahresende sollen es rund 400 werden) ermöglicht die Neuverteilung.

Die Turnhalle der Fritz-Reuter-Schule dient vor allem dazu, die Situation am Standort Grundschule Am Reesenbüttel zu entschärfen. Durch stetig steigende Anmeldezahlen im Einzugsgebiet der Schule genügten die Plätze im Kinderhuus Am Reesenbüttel nicht mehr, stattdessen wurde auch das eigentliche Schulgebäude genutzt.

Noch bis zum Sommer 2017 wird die Grundschule umgebaut, schon jetzt findet der Unterricht in zahlreichen Containern auf dem Schulgelände statt. Eine Doppelnutzung der Container für Schulbetrieb und Hort ist allerdings problematisch und nach dem Kindertagesstättengesetz nicht möglich. Ein Klassenraum bietet keine kindgerechten Horteinrichtungen, ein Hort ist nicht für den Unterrichtsbetrieb geeignet. Für das neue Schuljahr hat die Verwaltung drei Mittagshortgruppen, fünf Dreiviertelhortgruppen und vier Ganztagshortgruppen am Standort Hort Am Reesenbüttel geplant – unter Wiedereinbeziehung der Turnhalle wären das für den Schulstandort Reesenbüttel 225 Hortplätze.

Auch die ehemalige Hausmeisterwohnung der Gemeinschaftsschule Am Heimgarten (Erik-Kandel-Gymnasium) wird zum Hort umgebaut, dort sollen 20 Kinder einen Platz bekommen. Die Wohnung muss allerdings erst saniert werden, Kosten: rund 90  000 Euro.


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