Turmsanierung St. Petri geht weiter

St. Petri in Lübeck wird weiter saniert: Die Gesamtkosten für den dritten Bauabschnitt belaufen sich auf etwa 665  000 Euro..
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St. Petri in Lübeck wird weiter saniert: Die Gesamtkosten für den dritten Bauabschnitt belaufen sich auf etwa 665 000 Euro..

Letzter Bauabschnitt soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden / Erfolgreiche Kampagne „Sieben Türme will ich sehen“

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23. März 2017, 16:18 Uhr

Der dritte und letzte Bauabschnitt beginnt: Die Sanierung des Turms der Lübecker Petrikirche liegt im Plan. Ende 2017 sollen die Arbeiten beendet sein. Die Gesamtkosten für den dritten Bauabschnitt belaufen sich auf etwa 665  000 Euro.

Die Universitätskirche St. Petri gehört strukturell zum Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg, der sich mit Eigenmitteln beteiligt. Durch die Kampagne „Sieben Türme will ich sehen“ finanzieren Stiftungen die Sanierungsarbeiten: Darunter die Possehl-Stiftung, die Gemeinnützige Sparkassenstiftung, die Jürgen-Wessel-Stiftung sowie die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. „Ebenso freuen wir uns sehr über die Spenden vieler Lübecker Privatleute und Unternehmen, die die Aktion unterstützen“, sagt Christian Hohmann, dser als sogenannter Fundraiser Gelder einwirbt.

Die laufenden Arbeiten liegen nicht nur zeitlich im Plan. Auch finanziell kann die Bauabteilung des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg derweil Positives berichten. „Der zweite Bauabschnitt ist abgerechnet. Am Ende lagen die Kosten 38 Prozent niedriger als geplant“, sagt Thorsten Plath. Mit 560  000 Euro haben die Sanierungsarbeiten des zweiten Bauabschnitts 340  000 Euro weniger gekostet, als ursprünglich angesetzt. Gründe seien gute Ausschreibungsergebnisse und Optimierungen im Bauablauf. „Letzteres ist auch auf die vielen Untersuchungen und Erkenntnisse aus dem ersten Bauabschnitt zurückzuführen“, so Plath.

Durch die intensiven Voruntersuchungen wussten die Kirchenbau-Fachleute, dass in allen Sanierungsphasen mehr Gips als Mauer- und Fugenmörtel eingesetzt bzw. noch vorhanden war, als zunächst vermutet. Dieser Umstand hat erheblich zur Verringerung der ursprünglich eingeplanten Material- und Personalkosten beigetragen. Rund 2000 neue Handstrichziegel, 466 Formatsteine, 19 Tonnen Hochbrandgips und 10,5 Tonnen Luftkalkmörtel wurden in den ersten beiden Bauabschnitten am Turm von St. Petri verbaut.

„In Zeiten ausufernder Baukosten sind wir ein wenig stolz, dass wir im Kostenrahmen sind“, sagt Sieben-Türme-Fundraiser Christian Hohmann. „Wir gehen sorgsam mit den uns für die Sanierung bereitgestellten Spenden und Fördergeldern um. Überdies freuen wir uns, dass vor kurzer Zeit die Zwei-Millionen-Euro-Grenze an Spenden- und Fördergeldern überschritten wurde.“ Der aktuelle Spendenstand liegt bei 2.055.903 Euro.


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