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Stormarner Tageblatt

15. Dezember 2017 | 15:36 Uhr

Turbulenzen in Steinburg

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Sinkender Abwasserpreis und überraschend ausscheidende Gemeindevertreter

von
erstellt am 17.Jan.2014 | 00:34 Uhr

Nun ist es amtlich: In der Gemeinde Steinburg sinken rückwirkend zum 1. Januar 2014 die Abwasserpreise. Statt 3,50 Euro je Kubikmeter Schmutzwasser müssen die Bürger nur noch 2,57 Euro zahlen. Hinzu kommt allerdings noch die monatliche Grundgebühr von zehn Euro.

Die Änderung der Abwassersatzung der aus dem Jahr 1993 stammenden Abwassersatzung war notwendig, da sie inzwischen erloschen war. Für die neue Satzung wurden dann die Abwasserpreise neu berechnet. Der Beschluss der Gemeindevertretung fiel einstimmig aus.

Was allerdings auf die Bürger zukommen könnte, ist eine so genannte Regenwassergebühr. Denn auch für die Entsorgung des Oberflächenwassers fallen Kosten an, die zum Teil auf die Bürger umgelegt werden können. Allerdings sind die Steinburger Kommunalpolitiker noch nicht gewillt, sich über eine solche Satzung und die damit verbundene Erhebung von Gebühren Gedanken zu machen.

Zur Überraschung aller Steinburger Gemeindevertreter gab es auf der Sitzung einen Rücktritt und eine Rücktrittsankündigung. Der SPD-Gemeindevertreter Ulrich Trettner, der bis zu dem Zeitpunkt auch Vorsitzender des Ausschusses für Kultur, Schule, Sport und Soziales war, legte mit sofortiger Wirkung sein Mandat nieder und setzte sich in die Reihen der Zuhörer. Grund für diesen Rücktritt sind nach den Worten Trettners berufliche Gründe. Er habe keine Zeit mehr, sich neben seinem Beruf noch den Aufgaben für die Gemeinde zu widmen.

Zuvor gab es einige Kritik an dem Ausschuss, da es bei der Verteilung des diesjährigen Dorfkalenders Probleme gegeben hatte. Es waren schlicht weg zu wenig Exemplare vorhanden. Ursache sei aber, so Trettner, dass die Druckerei nicht die bestellte Menge an Dorfkalendern ausgeliefert habe, in dem alle Termine der Gemeinde eingetragen sind. Dadurch konnten nicht alle Haushalte mit dem wichtigen Kalender versorgt werden.

Nach Trettners Rücktritt kündigte auch Kirstin Krochmann (CDU) an, dass sie sich aus der Gemeindepolitik zurückziehen werde. „Es wird aber mit meinem Nachfolger einen ordentlichen Übergang geben“, betonte die Christdemokratin. „Durch mein Kreistagsmandat gibt es Aufgaben, die vorher nicht so abzusehen waren“, erläuterte Kirstin Krochmann. Sie könne sich daher aus zeitlichen Gründen nicht mehr hundertprozentig um ihre Aufgaben als Gemeindevertreterin in Steinburg kümmern. „Ich habe mir den Entschluss nicht leicht gemacht und werde mich im Kreistag für die Steinburger Belange stark machen“, betonte Krochmann. Ihren Rücktritt wird sie noch schriftlich bei der Bürgermeisterin einreichen. Für Kristin Krochmann wird Bodo Weber in den Gemeinderat nachrücken.

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