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Enttäuschung : TSV Trittau verpasst Punktgewinn

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der Badminton-Bundesligist aus Stormarn unterliegt Refrath (1:5) und Beuel (2:4). Vor allem Paulien van Dooremalen findet nicht zu ihrer gewohnten Leistung. Unterdessen vergibt Sarah Walker gegen Refrath fünf Matchbälle.

Paulien van Dooremalen sieht sich selbst als Anführerin beim TSV Trittau. Und in der Regel ist das die frühere niederländische Badminton-Nationalspielerin auch. Nicht nur mit guten Leistungen, sondern auch dank ihrer sozialen Fähigkeiten. In den beiden Bundesliga-Partien gegen den 1. BC Beuel (2:4) und beim TV Refrath (1:5) am vergangenen Wochenende konnte van Dooremalen ihrem Status jedoch nicht gerecht werden. Unkonzentriert wirkte sie, schlug häufig ins Leere und kassierte vier klare Niederlagen. Die 28-Jährige enttäuschte – was nicht oft vorkommt.

„Manchmal will ich einfach zu viel“, hatte van Dooremalen nach dem ersten Heimspiel gesagt. Daraus entstünden dann leichte Fehler – die oft wie Fehler im System wirken bei einer Frau mit ihrer Erfahrung: langjährige Nationalspielerin, niederländische Meisterin in Doppel und Mixed, früher Nummer neun der Doppel-Weltrangliste. Auf dem Feld wirkt sie souverän, auch nach Fehlern lächelt sie, spricht viel mit ihren Partnern. „Kommunikation ist der Schlüssel zum Erfolg“, sagt van Dooremalen, die in der Marketing-Abteilung der Supermarktkette Coop arbeitet.

Mit ihrer Verpflichtung war dem TSV im vergangenen Jahr ein echter Coup gelungen, sie zu halten, war für den Verein ebenfalls wichtig. Denn in Trittau wird nicht nur das spielerische Können der Niederländerin geschätzt, sondern auch ihre Art. „Ich bin sehr sozial eingestellt“, sagt van Dooremalen selbst, „und fühle mich in diesem Team sehr wohl.“ Trotz ihrer Meriten ist sie sich nicht zu schade, bei der Reserve auszuhelfen – van Dooremalen gibt alles für den Verein.

Die beiden Pleiten am vergangenen Wochenende hätte sie aber wohl auch in Bestform nicht verhindern können. Während die Partie gegen Beuel mit Europameister Marc Zwiebler klarer war, als das Ergebnis verdeutlicht, wäre gegen Refrath durchaus ein Punktgewinn möglich gewesen. „Der Knackpunkt war, dass Ary im Einzel verloren hat“, analysierte TSV-Teammangerin Sabina Persson. Der Indonesier Trisnanto unterlag Jiann Shiang Chiang aus Malaysia 19:21, 17:21. „Normalerweise hätte er das Match gewinnen müssen“, so Persson. Auch im Dameneinzel war ein Punktgewinn im Bereich des Möglichen. Doch Sarah Walker vergab im dritten Satz fünf Matchbälle und musste sich schließlich geschlagen geben. Allerdings hatte die Engländerin auch während ihrer Partie von der feststehenden Niederlage erfahren.

Hoffnung machte immerhin das Comeback von Nikolaj Persson. Der 21-Jährige sprang kurzfristig am Sonntag ein, nachdem sich Robin Tabeling am Rücken verletzte hatte. An der Seite von Jelle Maas, mit dem er erstmals zusammenspielte, lieferte Persson eine starke Leistung und sorgte so für den einzigen Punkt gegen Refrath. Wie es um Tabeling bestellt ist, wird sich erst in dieser Woche zeigen. Unmittelbar nach dem Spiel konnte er sich zunächst nicht selbst die Schuhe ausziehen, tags darauf ging es dem niederländischen Nationalspieler aber bereits besser. Für heute ist zunächst Akupunktur angesetzt. Ob er schon in der kommenden Woche, am 8. Oktober (19 Uhr, RWE Sporthalle), im Auswärtsspiel bei Tabellenführer Mühlheim auflaufen kann, ist unklar.

TSV Trittau – 1. BC Beuel 2:4
Maas/Tabeling – Kwong/Otzipka 21:9, 21:8; Walker/van Dooremalen – Michels/Smith 11:21, 8:21; Trisnanto – Zwiebler 13:21, 17:21; Walker – Smith 21:15, 22:20; Maas/van Dooremalen – Zwiebler/Michels 15:21, 15:21; J. Persson – Kwong 10:21, 11:21.
Zuschauer: 380.


TV Refrath – TSV Trittau 5:1
Schwenger/Nyenhuis – N. Persson/Maas 18:21, 14:21; Magee/Nelte – Walker/van Dooremalen 21:6, 19:21, 21:9; Chiang – Trisnanto 21:19, 21:17; Magee – Walker 21:15, 20:22, 27:25; Schwenger/Nelte – Maas/van Dooremalen 21:12, 21:11; Domke – J. Persson 21:14, 21:10.


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erstellt am 01.Okt.2013 | 08:00 Uhr

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