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Derby-Debakel : TSV Trittau lässt sich von Tremsbüttel abschießen

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Aufsteiger VfL Tremsbüttel hat im Stormanderby der Fußball-Verbandsliga den TSV Trittau gedemütigt und einen 7:1-Kantersieg gefeiert. Ganz zufrieden aber war VfL-Trainer Marco Schier nicht. „Der Gegentreffer ärgerte mich“, sagte er.

shz.de von
erstellt am 07.Apr.2014 | 08:00 Uhr

Matthias Räck kann nach Spielen schonmal aufbrausend werden. Egal, ob sein Team gewonnen oder verloren hat. Nach dem 1:7 (0:2) im Stormarnderby der Fußball-Verbandsliga gegen den VfL Tremsbüttel hatte man vom Coach des TSV Trittau eine ordentliche Standpauke an seine Spieler erwartet – die fiel aber eher moderat aus. „Mit der ersten Halbzeit war ich noch fast zufrieden“, sagte Räck: „Wir haben nur im Angriff unser Unvermögen unter Beweis gestellt. Wir hätten zwei Tore machen müssen.“ Dass sich sein Team am Ende hat abschießen lassen, wollte Räck nicht zu hoch bewerten: „Es darf natürlich nicht vorkommen, aber ich kann ein wenig verstehen, wenn einige Spieler beim Stand von 0:5 kurz vor Schluss keinen Bock mehr haben.“

Während Räck also trotz Derby-Debakels nicht vollkommen unzufrieden war, hätte sein Gegenüber Marco Schier angesichts des Kantersieges schier überwältigt sein sollen – war es aber genauso wenig. „Wir haben den Anspruch, bestes Verbandsliga-Team aus Stormarn zu sein. Ich hatte von Trittau mehr erwartet, aber mich ärgert das Gegentor, weil wir eigentlich zu null spielen wollten“, so Schier.

Beide Teams gingen von Beginn an engagiert zu Werke, wobei sich die Spieler in Zweikämpfen im Mittelfeld verstrickten und so kaum gefährliche Aktionen nach vorne zustande brachten. Mit der ersten Chance gingen die Gäste in Führung. Jascha Fahrenkrog setzte sich über links durch und legte den Ball auf den mitgeeilten Maximilian Lampel im Strafraum ab. Der Tremsbütteler musste aus elf Metern nur noch einschieben (13.).

Anschließend rissen die Gäste das Spiel an sich, drängten Trittau in die Defensive – und die konterten gefährlich. So verpasste Kai Zimmermann den Ausgleich, als er per Kopf am verwaisten Tor vorbei zielte (25.). Die Gäste bestraften die Nachlässigkeit des TSV im Abschluss mit dem 2:0, einer erneuten Co-Produktion von Fahrenkrog und Lampel – dieses Mal bei einem Eckball (33.).

Fünf Minuten später demonstrierten die Gastgeber erneut ihre Ineffektivität, als Felix Stirl aus zwei Metern am leeren Tor vorbeischoss.

Auch nach Wiederanpfiff unterliefen den Gastgebern in den entscheidenden Situationen Fehler. Lampel erhöhte (50.), ehe Jan Schaeper aus 16 Metern in den Winkel traf (65.). Zwei Minuten später kam es noch dicker für die Gastgeber: Im Gewühl im Strafraum sprang einem TSV-Spieler der Ball an die Hand, den Elfmeter verwandelte Jonas Fahrenkrog (67.). Nach drei Vorlagen trug sich Jascha Fahrenkrog nach einem sehenswerten Solo selbst in die Torschützenliste ein (75.) , ehe Dirk Schneider aus der Distanz den überraschten TSV-Keeper Karl-Oskar Plichta noch zum 7:0 überwand (82.). Im Überschwang des Kantersieges wollte dann auch keiner der Gästekicker Hauke Spoth angreifen, der ungehindert zum 1:7-Ehrentreffer marschieren durfte.

„Vor dem Spiel haben wir die Partie als Derby bezeichnet, aber im Nachhinein war es keins. Trittau hat in der zweiten Halbzeit dafür zu wenig Kampf und Einsatz gezeigt“, sagte Tremsbüttels Coach Marco Schier. Derweil stellte Räck die Charakterfrage: „Ich habe keine Ahnung, was los war. Vielleicht liegt es daran, dass bei uns nach oben nichts mehr geht und die Saison abgehakt ist. Es wäre gut, wenn sie schon vorbei wäre.“

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