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Heimpleite : TSV Trittau kassiert zu erwartende Niederlage

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Im letzten Spiel des Jahres hat der TSV Trittau gegen Spitzenreiter BV Mülheim mit 1:5 verloren. Durch die Heimniederlage überwintert der Aufsteiger aus Stormarner auf einem Abstiegsplatz in der 1. Badminton-Bundesliga.

shz.de von
erstellt am 19.Dez.2013 | 08:00 Uhr

Zum Jahresende bot der TSV Trittau seinen Zuschauern noch einmal ein richtiges Spektakel. Bei der Partie gegen Tabellenführer 1. BV Mülheim gab es einen DJ, eine Sängerin und eine große Tombola mit einem Fernseher als Hauptpreis. Professioneller geht es kaum. Auch Schleswig-Holsteins Innenminister Andreas Breitner zeigte sich begeistert und blieb bis zum Ende. „Er will auf jeden Fall wiederkommen“, freute sich Trittaus Teammanagerin Sabina Persson. Dass ihr Team eine weitere Niederlage kassierte (1:5) und auf einem Abstiegsplatz in die Winterpause geht, konnte sie verkraften.

Denn so eindeutig, wie es das Ergebnis vermuten lässt, war das Match nicht. Ary Trisnanto musste sich im Einzel erst nach drei Sätzen gegen Dmytro Zavadsky geschlagen geben. Anfang des dritten Durchgangs hatte sich der Trittauer bereits einen 0:5-Rückstand eingehandelt, den er nicht mehr aufholen konnte.

Auch das Mixed mit Jelle Maas und Alyssa Lim hätte gegen Marcus Ellis/Michaela Peiffer durchaus punkten können (19:21, 21:23). Wieder machten Kleinigkeiten den Unterschied – nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Mit ein wenig Glück und womöglich mehr Erfahrung hätten die Trittauer in Refrath (1:5) und in Rosenheim (2:4) jeweils ein Unentschieden schaffen können. Gegen Titelverteidiger Berlin wäre statt eines 3:3 auch ein 4:2 machbar gewesen, gleiches gilt für die Partie in Düren (3:3). „Wir können mithalten“, das habe der TSV schon mehrfach bewiesen, sagt Teammanagerin Sabina Persson. „Wir haben uns an die Liga angepasst.“ In der Rückrunde müssen nun aber Punkte geholt werden, um den Klassenerhalt zu schaffen.

„Die für uns wichtigen Spiele haben wir zuhause“, sagt Persson und meint damit die Partien gegen Refrath (26. Januar), Rosenheim (23. März) und Düren (6. April). Beim noch punktlosen Mitaufsteiger Dortelweil müssen die Stormarner zudem unbedingt gewinnen. Persson wirkt optimistisch, denkt aber sogleich an die Verletzungsprobleme, die die Trittauer bislang plagten. So fiel Robin Tabeling wegen eines Rückenleidens einige Wochen aus und suchte danach lange seine Form. Besonders schwer wog aber das Fehlen von Sarah Walker. Die Engländerin zählt zu den besten Einzelspielerinnen der Liga, lief jedoch wegen verschiedener Blessuren nur viermal für Trittau auf. Dreimal war sogar der Flug gebucht und konnte nicht storniert werden, für den finanziell klammen TSV war das doppelt bitter. Auch Alyssa Lim konnte aus verschiedenen Gründen nur fünf der zehn Spiele bestreiten.

Geschwächt wurde Trittau zudem durch die enttäuschenden Leistungen von Paulien van Dooremalen, die aufgrund ihres Jobs in dieser Saison weniger trainieren kann als zuvor. Die Auswirkung: Die Niederländerin konnte in ihren Spezialdisziplinen Doppel und Mixed nur ein Viertel der Spiele gewinnen und ist nur noch Ersatz. Zu wenig Punkte holte der TSV zudem im zweiten Herreneinzel, da Kapitän Nikolaj Persson nach langer Verletzungspause erst im November richtig einsteigen konnte. Seinem jüngeren Bruder Jonathan gelang zuvor kein einziger Sieg.


TSV Trittau – 1. BV Mülheim 1:5

Maas/Tabeling – Ellis/de Ruiter 15:21, 15:21; Lim/Grimm – Meulendijks/Peiffer 11:21, 9:21; Trisnanto – Zavadsky 14:21, 21:15, 17:21; Grimm – Meulendijks 11:21, 14:21; Maas/Lim – Ellis/Peiffer 19:21, 21:23; N. Persson – Roovers 21:15, 21:16.


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