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Stormarner Tageblatt

13. Dezember 2017 | 22:19 Uhr

Reinbek : Tschüss Stormini ...

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

... und willkommen nächstes Jahr in Reinfeld. Die Nachfrage nach den Plätzen ist, eine größere Kinderstadt sei aber nicht realisierbar.

Stormini 2017 ist Geschichte. Heute werden die Kinder von ihren Eltern abgeholt und die zahlreichen Helferinnen und Helfer beginnen mit dem Aufräumen und dem Abbau der Zeltstadt rund um die Begegnungsstätte Neuschönningstedt.

Eine Woche lang war Stormini „ihre“ Stadt – 260 Mädchen und Jungen im Alter zwischen neun und 13 Jahren aus dem gesamten Kreisgebiet (10 fuhren wegen Heimweh nach Hause) bestimmten selbst über die Geschehnisse in Stormini, hatten ein eigenes Parlament, eine eigene Währung und einen eigenen Bürgermeister: Noah aus Bargteheide und seine Stellvertreterin Joy aus Stapelfeld (wir berichteten). Übrigens: Wer wollte, durfte auch heiraten, dabei galt das Motto „Ehe für alle“. Kostete 4 Stormark, die Trauung vollzog der Stormini-Bügermeister. Ein Novum war, dass diesmal selbst die Ortseingangsschilder den Stormini-Schriftzug trugen.

Und so war Reinbeks Bürgermeister Björn Warmer beim ViP-Tag Gast in der eigenen Stadt. Zahlreiche Mitglieder des Bundestages, des schleswig-holsteinischen Landtags und vieler Kommunalparlamente nutzen diesen traditionellen Besuchertag, um sich in Stormini umzusehen und sich über das Projekt des Kreisjugendringes Stormarn zu informieren. Kreispräsident Hans-Werner Harmuth sagte – wie schon Landrat Henning Görtz bei der Eröffnung - die weitere finanzielle Förderung des Kreises zu. In diesem Jahr gab der Kreis Stormarn 58  000 Euro. Der Gesamtetat für Stormini beträgt rund 100  000 Euro. Vieles tragen auch Firmen durch Sachspenden oder Dienstleistungen bei.

In seiner Bilanz zog Projektleiter Ansgar Büter-Menke ein positives Fazit, „allerdings würden wir uns wünschen, dass die Firmen aus der Region mehr Präsenz zeigen und vielleicht mögliche Ausbildungsplätze anbieten“. Positiv war die Zusammenarbei mit Institutionen wie Feuerwehr oder Sportverein. Eine Ausweitung von Stormini schloss Büter-Menke allerdings aus: „Die 270 Plätze sind die Grenze des Machbaren – trotz der großen Nachfrage.“

Kleine Geschichte am Rande: „Die Männer vom Reinbeker Bauhof wurden noch niemals so bejubelt, als sie die Lastwagen mit Rindenmulch abluden, die waren ganz baff“, erzählt Bürgermeister Warmer. Mit dem Rindenmulch wurden die völlig durchnässten Wege wieder begehbar gemacht. Zur Bilanz gehört auch, dass im Krankenhaus „Stormini Mitte“ 175 Patienten versorgt werden mussten, in den meisen Fällen allerdings nur kleinere Verletzungen oder einfach Bauchweh. „Das ist normal“, sagte Klinikchef Malte Schilling, der mit sieben weiblichen und männlichen Sanitätern von Jugendrotkreuz Großhansdorf ständig einsatzbereit war.

2018 ist Stormini in Reinfeld zu Gast, danach – aber da gibt es noch ein kleines Fragezeichen – in Barsbüttel.




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