Derbyzeit : Trotz Talfahrt bleibt Buntfuß gelassen

Youngster Marcel Noeske (re.) liebäugelt scheinbar mit einem Wechsel im Winter vom VfL Oldesloe zum VfL Tremsbüttel – morgen treffen beide Teams aufeinander.
Youngster Marcel Noeske (re.) liebäugelt scheinbar mit einem Wechsel im Winter vom VfL Oldesloe zum VfL Tremsbüttel – morgen treffen beide Teams aufeinander.

In der Fußball-Verbandsliga hat der VfL Oldesloe zuletzt zwei derbe Pleiten kassiert. Als Tabellenzwölfter haben die Stormarner nur noch vier Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Trotzdem bleibt Coach Buntfuß gelassen.

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23. November 2013, 08:00 Uhr

Zwei deutliche Niederlagen in der Fußball-Verbandsliga in Folge, 1:13 Tore und die Gefahr, zum Ende des Jahres doch wieder in den Tabellenkeller abzurutschen – beim VfL Oldesloe lief es zuletzt alles andere als rund. Als Zwölfter des Klassements haben die „Blauen“ nur noch vier Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Entsprechend macht sich Unzufriedenheit breit. Auch weil Sven Buntfuß vor dem Spiel gegen Breitenfelde (1:8) die Offensivspieler Nikita Bojarinow und Pascal Espe aus disziplinarischen Gründen in die zweite Mannschaft zwangsversetzte. „Wir haben einen Verhaltenskodex aufgestellt. Wer sich nicht daran hält, hat Konsequenzen zu befürchten. Fußball ist ein Mannschaftssport“, begründet der VfL-Trainer und unterstreicht: „Ich habe es nicht bereut, so gehandelt zu haben.“ Buntfuß will seiner Linie treu bleiben und durchgreifen, auch wenn die Personaldecke immer dünner wird.

„Wir müssen im Winter personell nachlegen, zumal wir den einen oder anderen Spieler verlieren werden. Birger Broening und Hannes Boedecker haben mir bereits mitgeteilt, dass sie nicht mehr zur Verfügung stehen“, so Buntfuß. Der Coach glaubt, dass einige sich vor der Saison über den Aufwand in der Verbandsliga nicht im Klaren gewesen seien. „Mir fehlt insgesamt bisher eine gewisse Konstanz, die Sicherheit, auf wen ich setzen kann. Wir müssen oft umbauen und sind auch im Training zu selten komplett“, so der Trainer, der allerdings nicht in Panik verfällt. „Zwischenzeitlich hatten wir ja auch eine erfolgreiche Phase, in der die Defensive gut stand. Manche Spiele sind jedoch einfach absurd verlaufen, weil wir Geschenke verteilt haben – wie beim 3:5 gegen Mölln oder beim 1:8 gegen Breitenfelde.“

Über potenzielle Neuzugänge, die verhindern sollen, dass es in Zukunft noch mehr „absurde Spiele“ gibt, könne er noch nichts sagen. Dass der Ex-Oldesloer Jan Vogelsang darunter seien könnte, wollte Buntfuß nicht ausschließen. „Wir wissen, dass er den VfL Tremsbüttel wieder verlassen möchte, um bei uns in der zweiten Mannschaft zu spielen. Jan wäre aber auch für jeden Verbandsligisten eine Verstärkung. Warten wir es mal ab – er ist ja nicht im Streit gegangen“, sagt Buntfuß.

Trotz des kleinen Kaders und den vielen jungen, unerfahrenen Spielern will Buntfuß nicht von seinem Weg abweichen. Identifikation und ein hohes Maß an Leistungsbereitschaft sind für den Trainer elementar. „Nur wer auch wirklich für uns spielen möchte, ist für uns auch interessant“, so Buntfuß, der daher auch wechselwilligen Spielern keine Steine in den Weg legen würde. Konkrete Abgänge gäbe es zwar noch nicht zu vermelden, aber einige Kicker ließen bereits durchblicken, im Winter den VfL eventuell verlassen zu wollen. „Wenn Marcel Noeske zum Beispiel für Tremsbüttel spielen möchte, weil er von dort kommt, dann ist das nachvollziehbar. Und wenn Marc Kunze lieber mit einem seiner Freunde gemeinsam beim SC Union kicken will, dann muss man darüber reden“, unterstreicht der VfL-Trainer, Reisende nicht aufhalten zu wollen.

Zunächst aber gehe es darum, nicht weiter in der Tabelle abzurutschen und sich auf die nächste Aufgabe zu konzentrierten. Und die ist alles andere als leicht. Morgen (14 Uhr) laufen die Oldesloer zum Kreisderby beim VfL Tremsbüttel auf, der das Hinspiel mit 1:0 gewonnen hatte.

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