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Bad Oldesloe : Trotz Kritik – es bleibt beim neuen Kreisel

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Eine echte Diskussion über den Sinn eines Kreisverkehrs an der Sülzberg-Kreuzung kam nicht auf.

Nach den ersten Berichten über einen neuen Kreisverkehr am Sülzberg brach in den sozialen Netzwerken ein Sturm der Entrüstung los. Das nahm die Bauausschuss-Vorsitzende Maria Herrmann (SPD) zum Anlass, das Thema noch mal auf die Tagesordnung zu heben. Doch trotz der Ankündigung kamen nur wenige Kritiker in den Ausschuss.

Manfred Lieder war einer, der die Gelegenheit nutzte, um die Meinung der Kreiselgegner deutlich zu machen. „Es kostet viel Geld und ist trotzdem nutzlos. Dazu fallen auch noch Parkplätze weg. Ich kann absolut keine Vorteile erkennen“, sagte er. Von den geschätzten 850  000 Euro Baukosten müsste die Stadt ungefähr 300  00 Euro selbst übernehmen. Der Rest würde aus Fördermitteln fließen. „Diese 300  000 Euro könnten aber an anderen Stellen viel sinnvoller eingesetzt werden“, findet Lieder. „Ich möchte sagen, dass wir zum Diskutieren hier sind und um zu informieren und nicht, um gleich mit der feststehenden Meinung ‚das ist sinnlos‘ in die Sitzung zu starten“, stellte Maria Herrmann klar. Sie vermisse fundierte Kritik, stattdessen werde nur geschimpft, ohne Fakten zu kennen.

Die Parteien nahmen die vorgebrachten Bedenken wahr, blieben aber – abgesehen von der FBO – bei der Linie, dass der Kreisel gebaut werden soll. „Im Bahnhofsbereich kommt es oft zu gefährlichen Situationen, gerade auch mit Bussen. Wenn die alle über den Kreisel fahren würden, könnte das schon sinnvoll sein und die Verkehrssicherheit erhöhen“, glaubt Wilfried Janson (Grüne). Die CDU sieht es pragmatischer. „Der Kreisel gehört für uns zu einem Gesamtkonzept. Mögliche Förderung sollten wir nicht ausschlagen, sonst bekommen wir sie an anderen Stellen womöglich dann auch nicht“, sagte Uwe Rädisch.  
 

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