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„Länderspiel“ : Trittaus Höhepunkt steht schon vor Saisonbeginn an

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der Badminton-Bundesligist empfängt heute (19 Uhr) die dänische U19-Nationalmannschaft zum Testspiel. Gustav Firdaus, Meisy Jolly Lee und Maziyyah Nadhir weiter in der Warteschleife.

Die neue Saison in der 1. Badminton-Bundesliga wirft ihre Schatten noch nicht einmal voraus, da steht für den TSV Trittau bereits der Höhepunkt des Jahres 2014 an. Heute Abend (19 Uhr) empfangen die Stormarner in der Halle des Gymnasiums Trittau die dänische U 19-Nationalmannschaft zu einem „Länderspiel“. Die Nachbarn aus dem Norden werden mit einem Team anreisen, aus dem vielen Spielern gute Chancen eingeräumt werden, bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro dabei zu sein. „Sie bringen ihre besten Jugendspieler mit. Ich denke nicht, dass wir gewinnen werden, aber wir stellen auch unsere besten verfügbaren Spieler. Es wird ein sehenswertes Duell“, sagt Trittaus Teammanagerin Sabina Persson.

Zu den besten Spielen beim TSV zählt ohne Zweifel der Indonesier Ary Trisnanto, der im Einzel antreten wird. Die aktuelle Nummer zwei der deutschen Rangliste dürfte für seinen dänischen Kontrahenten eine schwer zu knackende Nuss sein. „Ary ist immer für eine Überraschung und auch einen Sieg gegen so hochkarätige Gegner gut“, hofft Persson. Dabei gehe es insgesamt aber gar nicht um das Ergebnis im Vergleich mit dem Nationalteam. Die Trittauer sollen in erster Linie auch Erfahrungen sammeln. „Wir haben mit Nadine Cordes und Daniel Seifert selbst zwei U 19-Spieler dabei“, sagt Persson: „Denen wollen wir die Möglichkeit geben, zu sehen, was international in ihrem Alter möglich ist. Ich wäre überrascht, wenn die beiden gewinnen würden.“

Die Stormarner könnten von ihren Erfahrungen bereits am kommenden Wochenende profitieren, wenn Seifert und Cordes beim Yonex Langenfeld Cup, dem größten deutschen Jugendturnier, antreten – auch die Dänen werden zu dem Cup im Rheinland reisen. „Das ist nochmal ein weiteres Highlight für unsere jungen Spieler“, so Persson. Das Trittauer Team komplettieren Jonathan Persson und Annekatrin Lillie, die im Damendoppel mit Cordes und im Mixed antreten wird. Insgesamt werden sechs Partien gespielt – das Dameneinzel fällt aus. „Wir könnten jemanden hinstellen, aber das würde sportlich nicht viel bringen“, erklärt Persson.

Eigentlich sollte Maziyyah Nadhir für Trittau im Dameneinzel auflaufen. Die indonesische Meisterin aber wartet wie auch Gustav Firdaus und Meisy Jolly Lee – die bereits in der vergangenen Saison per Sprachvisum in Trittau spielten und lebten – auf ihre Einreiseerlaubnis. „Die Sachbearbeiterin in der Ausländerbehörde bezweifelt wohl, dass die drei der Sprache wegen nach Deutschland kommen – und stattdessen als Badminton-Profis Geld verdienen“, verdeutlicht Persson das Problem. „Das wäre aber eine unhaltbare Unterstellung. Die Spieler verdienen nichts. Meisy hat innerhalb von sieben Monaten ihre B1-Sprachprüfung absolviert, das ist eine starke Leistung. Und Maziyyah Nadhir hat bereits in Indonesien einen Deutschkurs belegt und eine erste Prüfung dort bestanden. Das zeigt doch ihr Interesse an der deutschen Sprache“, sagt Persson, die davon ausgeht, dass in den drei Fällen bis zum Ende der Woche eine Entscheidung fällt. „Es hängt sehr viel daran, ob sie einreisen dürfen. Wir haben schließlich zwei Bundesliga-Teams und müssten uns eventuell überlegen, ob wir eines der beiden sonst zurückziehen. Das wäre nicht gut für das Badminton-Image Trittaus“, beklagt Persson.

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