Trittauer Tafel ist unverzichtbar

Die Fahrer Alfred Weiskeller und Jürgen Heuseler haben Äpfel abgeholt, die wegen ihrer nicht perfekten Form nicht in den Verkauf gelangt wären. Foto: maurer
Die Fahrer Alfred Weiskeller und Jürgen Heuseler haben Äpfel abgeholt, die wegen ihrer nicht perfekten Form nicht in den Verkauf gelangt wären. Foto: maurer

Seit einem halben Jahr hat sich auch der Mittwochnachmittag als Ausgabetag etabliert

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24. September 2011, 08:17 Uhr

Trittau | Die Trittauer Tafel hat immer mehr Kunden. Seit sie vor 14 Jahren von Brigitte Muche und anderen immer noch Aktiven ins Leben gerufen wurde, steigt die Zahl der Anspruchsberechtigten. "Eigentlich hatten wir gedacht, das wäre eine Sache für ein paar Jahre", erzählt Muche. Heute betreuen rund 30 freiwillige Helfer den Tafelbetrieb.

Die Fahrer sammeln Lebensmittel bei den Supermärkten und Bauernhöfen ein, die Frauen richten die Brote, das bunte Obst und Gemüse sowie viele anderen Waren des täglichen Bedarfs in den ehemaligen BQS-Räumen hübsch her und betreuen ihre Kunden am Verkaufstag. Rund 300 Menschen nehmen das Angebot der Tafel an, sich kostenlos mit Lebensmitteln einzudecken, an. Nicht jeder kommt jede Woche, doch der Andrang ist immer groß. Inzwischen bieten die Tafel-Damen auch Kaffee und Kekse für die Wartenden an. Zu den Kunden gehören Arbeitslose, Alleinerziehende, "Aufstocker" und Rentner. "Leider erreichen wir nicht so viele Rentner, die Hemmschwelle ist groß", hat Brigitte Muche festgestellt. Verteilt wird immer donnerstags ab 11.30 Uhr. Da viele junge Familien diesen Zeitpunkt nicht wahrnehmen können, weil dann die Kinder aus Kindergarten oder Schule abgeholt und das Mittag gekocht werden muss, hat sich seit einem halben Jahr auch der Mittwochnachmittag als Ausgabetag etabliert. "Meist nehmen diesen Termin die jungen Familien in Anspruch. Das geht aber nur nach Absprache mit uns", betont Brigitte Muche, denn eigentlich ist das der Aufbautag.

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