Hilfe, die ankommt : Trittauer Sternsinger helfen Indien

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Mit dem Erlös der diesjährigen Aktion und einem Zuschuss vom Kindermissionswerk kann ein Mädcheninternat saniert werden. Die katholische Kirchengemeinde hat schon seit vielen Jahren eine Verbindung zum Subkontinent.

Andreas Olbertz. von
20. November 2013, 18:30 Uhr

19 000 Euro – diese erstaunliche Summe sammelten die Sternsinger der katholischen Pfarrei Seliger Niels Stensen Anfang des Jahres bei Familien und in Geschäften in den Städten und Dörfern des Pfarrbezirksein, zu dem Trittau und Umgebung, Reinbek und Glinde gehören.

Knapp 31 000 Euro werden benötigt, um ein Hostel, ein einfaches Internat für Mädchen, im indischen Majhapara zu renovieren. In diesen Hostels leben und arbeiten die Mädchen, weil die täglichen Schulwegen zu weit sind. Sie besuchen die Klassen 5 bis 10 der benachbarten Schule, die unter der Leitung von Geistlichen und Schwestern steht. Die Schule ist für alle offen, egal welchen Glaubens die Kinder sind. Das Schulgeld beträgt etwa 70 Euro pro Jahr, hinzu kommen die Unterkunft und das Essen.

„Die Schule hat einen guten Ruf, weil das staatliche System auf dem Land oft unterentwickelt ist“, berichtet Hans-Jürgen Lenz. Der Brunsbeker engagiert sich bereits seit vielen Jahren in der Indien-Hilfe der katholischen Kirchengemeinde. Der Kontakt in das ferne Land kam über Schwestern des St. Josefs Ordens zustande, als diese für einige Zeit in der Gemeinde arbeiteten. So gibt es seit fast 20 Jahren die Verbindung zwischen Trittauund der Region Orissa.

In Majhapara gehen die Schwestern oft von Tür zu Tür, um Überzeugungsarbeit zu leisten. Das gilt besonders für den Besuch der Schule ab der sechsten Klasse. „Viele Eltern halten es nicht für notwendig, dass ihre Töchter zur Schule gehen. Sie sollen ja im Haushalt arbeiten und möglichst früh heiraten“, hat Lenz bei seinen Besuchen in Indien erfahren.

Normalerweise können pro Jahr nicht mehr als 3000 Euro nach Indien überwiesen werden. Das Geld kommt bei Kollekten zusammen, durch Basare oder Spenden. Umso erfreuter war die Pfarrei, als das Kindermissionswerk in Aachen – Träger der Sternsingeraktion – den Vorschlag aus Trittau aufgriff, in diesem Jahr Geld für die Sanierung des Hostels zu überweisen und sich obendrein bereiterklärte, die für das Projekt noch fehlende Summe von 12 000 Euro zu übernehmen, damit die Renovierung erfolgen kann.

Hans-Jürgen Lenz freut sich: „Es hat einige Zeit gedauert, bis alle Papiere den weiten Weg zwischen Deutschland und Indien geschafft hatten, aber vor wenigen Tagen ist die Nachricht gekommen, dass zwei Drittel der Summe den indischen Partner erreicht haben. Nun kann mit den Bauarbeiten begonnen werden.“

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