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Stormarner Tageblatt

11. Dezember 2017 | 08:59 Uhr

Klares Votum : Trittauer Freibad wird saniert

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Ulrike Lorenzen (CDU) zur neuen Bürgervorsteherin in Trittau gewählt / Sitzung wird am kommenden Dienstag fortgesetzt.

Ulrike Lorenzen heißt die neue Bürgervorsteherin Trittaus. Die 57-Jährige tritt die Nachfolge von Marion Schiefer an, die aus Trittau wegzieht. Lorenzen ist CDU-Mitglied und in der zweiten Legislaturperiode im Gemeinderat aktiv. Sie hat in verschiedenen Ausschüssen, unter anderem SSK, Schulverband und Kuratorium der Volkshochschule mitgearbeitet. „Ich bin zwar keine Juristin wie meine beiden Vorgänger, aber ich möchte das Amt gerecht und unparteiisch ausfüllen“, so Lorenzen.

Die Sitzung hatte es in sich: Es standen nicht nur die Nachwahl der Bürgervorstehrein und die umfangreiche Neubesetzung der Ausschüsse an, sondern auch das wichtige Thema Freibadsanierung und die Form der Bürgerbeteiligung.

Zuvor hatte Bürgermeister Oliver Mesch viele Blumen zu verteilen: Nadine Zingelmann (CDU) verlässt ebenfalls den Ort und damit den Gemeinderat und wurde wie auch Marion Schiefer verabschiedet. Als Nachrücker wurden Stephan und Reinhard Burmester vereidigt. Die Umbesetzung der Ausschüsse verlief reibungslos durch eine gut vorbereitete en bloc Abstimmung.

Zeit nahm die Diskussion um die Sanierungsvariante Freibad in Anspruch. Alle Fraktionen sprachen sich für den Erhalt des Bades aus, das ein Alleinstellungsmerkmal für Trittau sei. Die Varianten Folie oder Edelstahl, verkleinern oder nicht und welche Zusatzattraktionen boten Diskussionsstoff. Die einzelnen Komponenten wurden einzeln abgestimmt. Ergebnis: Das Becken wird verkleinert, es wird Folie genommen und eine Beckenabdeckung ebenfalls aus Folie. Zudem soll der Personalraum umgebaut und in dem Zuge auch der Chlorgasraum verlegt werden sowie Attraktionen wie eine Breitrutsche, ein Sonnendeck und Massagedüsen angeschafft werden. Diese Variante kostet geschätzt 1,02 Millionen Euro. Die genauen Kosten sollen jetzt ermittelt werden. Finanziert werde der Umbau über Kredite. Eine mögliche Erhöhung der Grundsteuer zur Gegenfinanzierung steht im Raum. Es heißt aber auch in der Vorlage der Verwaltung, dass die auch ohne Freibadsanierung möglich wäre, je nachdem wie sich die finanzielle Situation der Gemeinde in den nächsten Jahren entwickele. Zudem hofft man auf Fördermittel des Landes und eventuelle Sponsoren für die Zusatzattraktionen.

Es folgte die Debatte um die Form der Bürgerbeteiligung. Drei Varianten standen zur Auswahl: Der Bürgerentscheid, die Bürgerbefragung und die Einwohnerversammlung. Der Bürgerentscheid wäre zwar die „ehrlichste“ Form, weil das Ergebnis bindend ist, wie mehrere Gemeinderatsmitglieder betonten, ist aber zeitaufwändig wie eine Kommunalwahl. Ein Ergebnis würde frühestens im September vorliegen. Folge: Die Fördermittel wären gefährdet. Daher entscheiden sich die Gemeindevertreter für die Bürgerbefragung mit voran gehender Einwohnerversammlung. Die Befragung soll im Mai erfolgen.

Aufgrund der späten Stunde wurde die Sitzung abgebrochen. Sie wird am kommenden Dienstag, 31. März, um 20 Uhr in der Verwaltung ab Tagesordnungspunkt 24 fortgesetzt. Unter anderem wird dann über geänderte Anfangszeiten der Sitzungen debattiert.

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