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Neujahrsempfang : Trittauer erfreut über die positive Entwicklung

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Gemeinde Trittau begrüßt mehr als 100 interessierten Besucher in der Wassermühle. Letzte Neujahrsansprache von Bürgermeister Walter Nussel.

Dieser Anlass ist eine gute Tradition geworden: Weit mehr als 100 Gäste kamen zum Neujahrsempfang der Gemeinde in die Trittauer Wassermühle. Gute Gelegenheit, um in ungezwungener Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen miteinander ins Gespräch zu kommen. Entsprechend lang war die Begrüßungsliste von Bürgervorsteherin Marion Schiefer: Landrat Klaus Plöger, Kreispräsident Hans-Werner Harmuth, Nina Scheer (SPD-Bundestagsabgeordnete), die Landtagsabgeordneten Tobias Koch (CDU) und Tobias von Pein (SPD), Bürgermeister aus Grande, Großensee, Lütjensee und Rausdorf sowie aus der Partnergemeinde Gadebusch, nahezu alle Gemeindevertreter waren dabei, ebenso Vertreter aus Vereinen, Verbänden, Gewerbe und Institutionen und Amtsarchivar Oliver Mesch, der sich als Bürgermeisterkandidat zur Wahl stellt.

„Wir werden einen neuen Bürgermeister oder Bürgermeisterin bekommen“, kündigte Marion Schiefer eine Veränderung zur Jahresmitte in der Gemeinde an, da der langjährige Verwaltungschef Walter Nussel nicht mehr antritt. Schiefer lobte den lebendigen Ort mit einer Vielzahl von Projekten, die „auf den Startschuss oder den Fortgang warten“. Bürgermeister Walter Nussel zog kritische Jahresbilanz: „Mit der Umleitung der B404 brach in Trittau das Chaos aus.“ Diese Zeit nannte er eine große Belastung für den Ort und die Nachbargemeinden. Den Teilausbau der Rausdorfer Straße hob er ebenso hervor wie den Ausbau der Lütjenseer Straße, der durch „erhebliche Leitungsprobleme“ etwas schwieriger sei. Nussel dankte allen Anwohnern, die von den Unannehmlichkeiten der Umleitung betroffen waren. Nussel: „Der Straßenbau wird auch 2014 verstärkt weitergehen.“

Aber auch die neue Kita habe Trittau in Atem gehalten. Die Einwohnerzahlen steigen, ebenso die der Gewerbetreibenden sowie der Wohnhausbau. „Trittau gehört zu den Spitzenreitern der Gemeinden und wird die Funktion als Unterzentrum auch weiter wahrnehmen können“, so Nussel. Bei der Gewerbesteuer als Haupteinnahmequelle der Gemeinde sei immer auch mit Verlusten zu rechnen, doch die Entwicklung nannte der Bürgermeister „positiv“. Die Gewerbeflächen füllen sich, ein neues Gewerbegebiet entsteht zwischen dem Technologiepark und der B404. Weitergehen soll es auch mit dem Wohnungsbau zwischen Ziegelbergweg und Großenseer Straße. Zum Erweiterungsbedarf der Schulen kündigte er an: „Trittau wird als größter Zahler erheblich belastet und mehr als 60 Prozent aufbringen müssen.“ Wie es mit dem Schützenplatz weitergehen wird, konnte Nussel nicht sagen: „Gegenwärtig wird geklagt.“ Weiter belebt werden soll das Ortszentrum. „Private Grundeigentümer wollen in der Poststraße ein Ärztehaus bauen“, so Nussel. Er wünscht sich für Trittau weitere Fachärzte, sieht jedoch für die Zulassung kaum eine Chance.

Bei der Anerkennung von Feuerwehr und Vereinen war bei ihm eine große Sorge spürbar: „Die Nachfolge für Führungspositionen in Vereinen wird immer schwieriger.“ Einen Grund sieht er bei der Verdichtung in der Arbeitswelt, aber er hofft, dass es in Trittau nicht zu einem Vereinssterben führen werde. Mit den eindringlichen Worten, am 25. Mai zur Bürgermeister-Wahl zu gehen, ebenso auch zur Europawahl, schloss Walter Nussel seine letzte Neujahrsrede. Im August wird er in den Ruhestand verabschiedet und nahm schon vorweg: „Ich wollte nirgendwoanders Bürgermeister gewesen sein, als in Trittau.“


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erstellt am 07.Jan.2014 | 13:00 Uhr

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