Trittau zeichnet seine erfolgreichen Sportler aus

Ingrid Lorenz nimmt den Preis für ihr sportliches Lebenswerk von Bernd Geisler entgegen.
Ingrid Lorenz nimmt den Preis für ihr sportliches Lebenswerk von Bernd Geisler entgegen.

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16. April 2018, 06:00 Uhr

Die 2015 gegründete Bürgerstiftung Trittau hat zum zweiten Mal Sportler für ihre herausragenden Leistungen, ihr Lebenswerk sowie einen Funktionär für sein Engagement geehrt. Im festlichen Rahmen in der Wassermühle wurden die Urkunden und Glaspokale überreicht. Schon die Nominierung sei eine Ehre, das bestätigten auch die Sportler, die letztlich nicht den Titel erhalten haben, so Ehrenbürger Bernd Geisler, dessen Idee die Ehrung war und der den Abend moderierte.

Für ihr Lebenswerk bekam Ingrid Lorenz (TSV) den Preis. „Niemand hat den Namen unseres Ortes so weit in die Welt hinaus getragen wie sie“, sagt Laudator Axel Schulz. Als junge Frau begann sie mit Tischtennis im TSV. Auf einem Sportlerball lernte sie auch ihren inzwischen verstorbenen Ehemann kennen. Erst mit 40 Jahren, nach der Familienphase, fing sie an, Leichtathletik zu trainieren und erwies sich als großes Talent. Ihre Paradedisziplinen Weitsprung und vier mal 100-Meter-Staffel bescherten ihr unter anderem zwei Europameistertitel. Sie trat in den USA an, in Turku, in Südafrika. Größtes Highlight war die Teilnahme an den Ozeanienmeisterschaften 2006 in Neuseeland, zu der sie eine ehemalige Sportfreundin, die dorthin verzogen war, eingeladen hatte. Ingrid Lorenz (93) freute sich über die Ehrung: „Sport hat mir immer Spaß gemacht. Der Pokal bekommt einen Ehrenplatz.“

Für sein langjähriges Engagement im Motorsportclub Trittau (MSC), davon 19 Jahre als Vorsitzender, wurde Klaus Hartjen (70) geehrt. Nach eigenen Fahrerfolgen war er auch Ideengeber, gründete beispielsweise vor 35 Jahren die Stormarnrallye.

Zur Sportlerin des Jahres wurde Antonia Mertinkat (15) (TSV), Rhönradturnerin, Landesmeisterin in Hamburg und Schleswig-Holstein gekürt. Sie erreichte auch vordere Plätze bei den Norddeutschen und Deutschen Meisterschaften. Sie konnte die Ehrung nicht entgegen nehmen, da sie zurzeit im Bundeskader trainiert.

Paul Schubert fährt seit seinem achten Lebensjahr Kart und ist fünffacher ADAC Kartslalom Pokalsieger sowie fünffacher Hamburger Kartslalom Meister. Zudem hat er weitere vordere Plätze erreicht.

Die Geräteturnmannschaft des TSV stieg im vorigen Jahr von der Landesliga in die Oberliga auf, der höchsten Klasse in Schleswig-Holstein. Große Harmonie und Beharrlichkeit zeichne die Mannschaft auf, so Laudator Matthias Wingerath.

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