Auftakterfolg : Trittau siegt, ohne die Bodenhaftung zu verlieren

Jelle Maas holte an der Seite seines niederländischen Landsmannes Robin Tabeling den ersten Bundesligapunkt für den TSV Trittau. Die beiden Neuzugänge des Aufsteigers aus Stormarn setzen sich im Doppel gegen Dortelweils Thomas Legleitner und Fabian Holzer durch.
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Jelle Maas holte an der Seite seines niederländischen Landsmannes Robin Tabeling den ersten Bundesligapunkt für den TSV Trittau. Die beiden Neuzugänge des Aufsteigers aus Stormarn setzen sich im Doppel gegen Dortelweils Thomas Legleitner und Fabian Holzer durch.

1. Badminton-Bundesliga: Aufsteiger Trittau gewinnt das erstes Heimspiel gegen Fun-Ball Dorteweil mit 6:1. Überbewerten wollen die Stormarner den Pflichtsieg im Kampf um den Klassenerhalt allerdings nicht – entsprechend fiel die Reaktion nach der Partie aus.

shz.de von
10. September 2013, 08:00 Uhr

Großer Jubel blieb aus. Gerade hatten die Badminton-Spieler des TSV Trittau ihren ersten Sieg in der Bundesliga geholt, noch dazu zu Hause, gefeiert wurde dennoch nicht. Es überwog Erleichterung. Erleichterung darüber, „in der Bundesliga angekommen zu sein“, wie Kapitän Nikolaj Persson sagte. Aber auch darüber, Mit-Aufsteiger SV Fun-Ball Dortelweil 5:1 besiegt und damit einen wichtigen Erfolg im Kampf um den Klassenerhalt erzielt zu haben. „Wir haben einen direkten Konkurrenten auf Distanz gehalten und unser Ziel erfüllt“, so der verletzte Persson.

Die Gastgeber hätten sogar zu null gewinnen können. Perssons jüngerer Bruder Jonathan haderte zu sehr mit leichten Fehlern, was ihn immer wieder aus dem Rhythmus brachte. So setzte es eine vermeidbare 18:21, 19:21-Niederlage – die einzige des TSV an diesem Tag. „Dieser Punkt könnte am Ende der Saison noch wichtig werden“, ärgerte sich der 18-Jährige, der in der vergangenen Saison noch in der Reserve spielte und damit den Sprung von der Regionalliga in die erste Liga machte.

Einfache Fehler unterliefen auch Zugang Sarah Walker und Paulien van Dooremalen im Doppel. Insbesondere die Niederländerin jagte zu Beginn viele Schmetterbälle ins Netz. Auch bei der Abstimmung mit der Engländerin, die erstmals für den TSV aufschlug, gab es Missverständnisse. „Es ist schwierig, wenn man sich fast nicht kennt und dann plötzlich zusammenspielt“, sagte van Dooremalen, „der Schlüssel ist die Kommunikation auf dem Feld.“ Die schien von Beginn an zu stimmen, die Fehler wurden meist weggelächelt. So drehten Walker/van Dooremalen einen Satzrückstand letztlich souverän noch in einen Sieg um.

Für den ersten Satz- und Punktgewinn in der noch jungen Trittauer Bundesliga-Geschichte sorgten jedoch Jelle Maas und Robin Tabeling. Das niederländische Herren-Doppel ließ Dortelweils Thomas Legleitner/Fabian Holzer keine Chance. Beim 21:15, 21:10 waren die TSV-Zugänge schneller und präziser, schlicht dominant. „Es war ein guter Heimauftakt“, sagte Tabeling, der frohlockte: „Wir können einige überraschen in dieser Saison.“ Ebenso stark wie das Herrendoppel präsentierte sich Ary Trisnanto. Trittaus Top-Einzelspieler leistete sich diesmal keine Unkonzentriertheiten und brachte seinen Gegner Sebastian Schöttler fast zur Verzweifelung (21:9, 21:14). Etwas spannender machte es Sarah Walker gegen die aufopferungsvoll kämpfende Annika Dörr, ihrem Favoritenstatus wurde die 23-Jährige jedoch gerecht.

Im abschließenden Mixed fuhren Maas und van Dooremalen den fünften Punkt für die Gastgeber ein. Dabei taten sich die Niederländer nach starkem Beginn sehr schwer und erkämpften sich den Erfolg erst in drei Sätzen. „Es war unser erstes gemeinsames Match seit sieben Jahren“, lachte Maas über die Probleme.

Nur das Wetter trübte die gute Stimmung bei den Trittauern: Am vielleicht letzten schönen Sonnabend des Sommers blieb es in der Sporthalle des Gymnasiums leerer als erhofft, dennoch kamen rund 150 Zuschauer. Vielleicht sind es schon am 28. September mehr, dann empfangen die Trittauer den 1. BC Beuel, tags darauf geht es zum TV Refrath.


TSV Trittau – SV Fun-Ball Dortelweil 5:1
Maas/Tabeling – Legleitner/Holzer 21:15, 21:10; Walker/van Dooremalen – Dörr/Volkmann 18:21, 21:16, 21:18; Trisnanto – Schöttler 21:9, 21:14; Walker – Dörr 21:18, 21:17; Maas/van Dooremalen – Holzer/Jansen 21:14, 21:23, 21:19; J. Persson - Lang 18:21, 19:21.

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