Schützenplatz : Trittau: Millionen-Investition

Das Hinweisschild für den Markant steht schon. Bärbel Hammer, Leiterin Unternehmenskommunikation, Geschäftsführer Christian Lahrtz und Dr. Susanne Will, Marketing freuen sich auf den Baubeginn im Herbst.
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Das Hinweisschild für den Markant steht schon. Bärbel Hammer, Leiterin Unternehmenskommunikation, Geschäftsführer Christian Lahrtz und Dr. Susanne Will, Marketing freuen sich auf den Baubeginn im Herbst.

Die Supermarktkette Markant baut in der Ortsmitte eine neue Filiale. Nach dem Schützenfest soll mit dem Bau begonnen werden, 2015 könnte Eröffnung sein.

shz.de von
03. Juni 2014, 06:00 Uhr

Nach dem Schützenfest im August soll es losgehen. Das seit vier Jahren geplante Konzept der Bartels-Langness Handelsgesellschaft (Famila, Markant) wird mit dem Bau eines Markantmarktes auf dem jetzigen Schützenplatz umgesetzt. Zugleich wird ein Teil der Fläche an Aldi vermietet. Insgesamt investiert der Konzern hier neun Millionen Euro.

„Wir freuen uns, dass die Klage gegen den Bebauungsplan gescheitert ist. Nun können spätestens im Herbst die Bagger ans Werk gehen“, so Geschäftsführer Christian Lahrtz. Gemäß des städtebaulichen Vertrages mit der Gemeinde muss das Schützenfest abgewartet werden. Danach wird als erstes die Straße „Zur Mühlau“ und der neue Schützenplatz, der zum Teil auf dem ehemaligen Tennisplatz liegt, gebaut. Denn das der Wochenmarkt jede Woche stattfinden kann, muss ebenfalls gewährleistet werden. Insofern wird der Bau des Markantmarktes im nächsten Frühjahr geplant. Vor Weihnachten 2015 soll Eröffnung sein.

Der Markant-Markt erhält eine Verkaufsfläche von 1600, Aldi, der von seinem jetzigen Standort Vorburgstraße umzieht, 1100 Quadratmetern. „Ein gemeinsamer Standort hat sich an 30 anderen Standorten bereits mehrfach bewährt“, so Lahrtz. Viele Kunden kauften oft sowohl beim Discounter als auch im Supermarkt ein. Etwa 30 neue Arbeitsplätze entstehen. 153 Parkplätze stehen den Kunden beider Märkte direkt vor dem Schwimmbad und somit zwischen den beiden neuen Märkten zur Verfügung. Im Rahmen des Straßenbaus erhält das Freibad eine neue Zufahrt, die behindertengerecht ohne Treppen ist. Alle anderen Freibadbenutzer müssen dann künftig auf dem neuen Schützenplatz parken.

Kritisch sieht Lahrtz die Planungen auf dem Meiereigelände: „Unsere hohe Investition erfolgt im festen Vertrauen darauf, dass von politischer Seite kein weiterer großflächiger Lebensmitteleinzelhandel zugelassen wird. Es kann doch nicht gewollt sein, dass hier auf einmal drei Lebensmittelgeschäfte mit einer Gesamteinkaufsfläche von 6000 Quadratmetern entstehen. Das wäre doppelt so groß wie das jetzige Famila-Haus“, so Lahrtz. Auch die Landesplanung stehe dem Vorhaben kritisch gegenüber, wie aus einer Stellungnahme im Rahmen des B-Planverfahrens hervorgeht. Der Kreis Stormarn habe die Gemeinde aufgefordert zu prüfen, ob das geplante Bauvorhaben „Meierei“ nicht schädliche Auswirkungen auf die gesamte Innenstadt haben könne. Lahrtz plädiert an die Vernunft und schlägt vor, dort kleinere Fachmärkte und Wohnungsbau anzusiedeln.

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