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Stormarner Tageblatt

17. Dezember 2017 | 01:51 Uhr

Trittau freut sich auf Kopla

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Deutsch-Finnische Freundschaft wird mit mehreren Veranstaltungen würdig gepflegt

shz.de von
erstellt am 15.Okt.2013 | 00:33 Uhr

Vor 31 Jahren wurde der Partnervertrag zwischen der finnischen Stadt Saarijärvi und Trittau beschlossen. Am 20. September 1982 unterschrieb der damalige Amtsvorsteher Eberhard Wulle den Vertrag. Im vorigen Jahr wurde das 30-jährige Bestehen der Deutsch-Finnischen Freundschaft in Finnland gefeiert, der Verschwisterungsvertrag erneuert. In dieser Woche kommt eine 40-köpfige Delegation nach Trittau, und am Freitag ab 18 Uhr wird erneut im Dorfgemeinschaftshaus Lütjensee mit insgesamt 200 Personen ein Fest gefeiert.

Viele Freundschaften haben sich inzwischen aufgebaut und viele regelmäßige gegenseitige Besuche, zum Beispiel der Jugendfeuerwehr Witzhave und des Männergesangvereins Trittau fanden in den 30 Jahren statt. Mal wurde in bitterer Kälte Ski gelaufen, mal informierten sich finnische Landschaftsschüler in Trittau. „Einmal fuhren wir nach Hamburg auf die Reeperbahn, alle wollten es gern sehen, aber die Finnen fühlten sich unwohl, sie schauten nur mit einem Auge hin …“, erinnert sich Europabeauftragte Frauke Behncke.

1997 nahmen die Trittauer Laienspieler am Theaterfestival in Saarijärvi teil. Da es eine Aufführung im Wald war, wo es viele Mücken gab, waren alle dick vermummt. Das Stück wurde ohne viel Sprache mit viel Gebärden aufgeführt. Beim Jugendcamp im Jahr 2000 in Lütjensee mit Finnen, Franzosen, Dänen, Engländern und Deutschen wurde viel gesungen und Sport gemacht. 2001, beim internationalen Camp in Finnland, wurden Projekte erarbeitet. Es nahmen Italiener, Deutsche, Ungarn, Franzosen teil, Verständigungssprache war Englisch. Dann passierte einige Jahre nicht viel, bis Janne Kinnunen Bürgermeister wurde und die Besuche wieder begannen.

Die Mädchen Musikgruppe Kopla ist auch bei diesem Besuch wieder dabei. „Es waren junge Mädchen, die das erste Mal in einem anderen Land waren. Ich hatte drei Mädchen aufgenommen, drei Betten vorbereitet, aber sie schliefen zusammen in einem großen Bett. Sie waren sehr erstaunt, dass unsere Brücken Graffiti hatten, sie wunderten sich über die Kleidung der Schüler“, berichtet Frauke Behncke. Sie lebten in Saarijärvi in einer anderen Welt. Auf dem Rückweg haben sie gebetet, ein Sturm kam auf, das Schiff schaukelte, sie wurden kreideweiß, waren trotzdem begeistert von Trittau und kamen im folgenden Jahr wieder. In dieser Woche tritt die Gruppe am Donnerstag, 17. Oktober um 19.30 Uhr in der Wassermühle. Der Eintritt ist frei.

Unter den Gästen sind neben den offiziellen Vertretern der Stadt auch Timo Tikka mit seinen Gitarrenspielern, finnische Volkstänzer und Sänger. „Der Stadtdirektor Janne Kinnunen verlässt Ende Oktober die Stadt. Einen Nachfolger gibt es noch nicht. Es bleibt abzuwarten, wie es weitergeht“, meint Behncke.

Doch zunächst mal werden die Deutsch-Finnischen Tage genossen: Nach der offiziellen Sitzung des Europakomitees stehen ein Besuch des Hamburger Hafens, der Hermann Jülich Werkstätten und der Destille in Hamfelde an und auch der Hahnheider Turm soll bestiegen werden.
Übrigens: Die Veranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus ist zwar von der Planung her abgeschlossen, am Essen kann man nicht mehr teilnehmen. Aber an Stehtischen ein Bierchen trinken und die geplanten musikalischen Darbietungen verfolgen können interessierte Gäste gerne.




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