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Stormarner Tageblatt

25. September 2017 | 10:07 Uhr

Bad Oldesloe : Treideln lockt Besucher

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Diesmal war beim verkaufsoffenen Sonntag weniger Andrang als sonst. Die Rettungsvorführungen auf dem Marktplatz litten unter mangelndem Interesse.

Ein verkaufsoffener Sonntag muss mehr sein, als einfach nur ein weiterer Tag, an dem die Geschäfte in der Innenstadt geöffnet haben. Dieser Überzeugung sind nicht nur viele Stormarner Kunden und so manche Geschäftsleute, sondern auch die Stadtverwaltung, die nach dem Ende der Gemeinschaft Oldesloer Kaufleute (GOK) erstmals für einen Verkaufsoffenen Sonntag in der Kreisstadt voll verantwortlich zeigte. Weil der altStadt-Verein das Hafen- und Treidlerfest in diesem Jahr nicht mehr ausrichten wollte, wäre der Treidelwettbewerb fast ausgefallen. Ex-altStadt-Vorsitzender Rainer Fehrmann hatte es sich nicht nehmen lassen, das Event wieder auf die Beine zu stellen und zu moderieren.

Einziger Wermutstropfen in diesem Fall: Nachdem sich im Vorwege viele Teams angemeldet hatten, fielen bis zum Start immer mehr weg, so dass nicht wie geplant zwölf Boote an den Start gingen, sondern nur elf. Der Jubel zahlreicher Zuschauer am Traveufer begleitete die Treidler. Das Rennen machten die wassererprobten Teams der DLRG. Sie belegten gleich die ersten beiden Plätze. Die Oldesloer Bühne wurde dritter. Den Schulpokal , der wieder im Duell zwischen Theodor-Mommsen und Ida-Ehre-Schule ausgetragen wurde, bleibt im Besitz der IES. Deutlich distanzierten die Gesamtschüler die Gymnasiasten.

„Die Resonanz vor allem seitens des Publikums war super. Bei den Anmeldungen muss man schauen, wie man da mehr Verbindlichkeit und vielleicht mehr Interesse hinbekommt“, so Fehrmann nach dem letzten Rennen. „Mir hat sich gezeigt, dass die Oldesloer diesen Wettbewerb wollen“, sagte er.

„Wenn es nach mir geht, wird der Rhythmus des Treidelwettbewerbs geändert. Nicht mehr nur alle zwei, sondern schon nächstes Jahr wieder“, sagte Agnes Heesch vom Veranstaltungsmanagement der Stadt. „Dass die Oldesloer in dieser Anzahl zuschauen und anfeuern, hat mich nicht überrascht. Die Menschen haben Lust auf solche Veranstaltungen mit lokalen und regional Beteiligten. Ein schöner Trend, der sich hier immer mehr durchsetzt“, so Heesch. „Es ist ein gewisser Aufwand, aber ich werde einer jährlichen Wiederholung gegenüber aufgeschlossen sein“, kündigte Fehrmann an.

Während in der Mühlenstraße, auf der Hude und rund um das Treideln großer Andrang herrschte, hielt sich dieser auf dem Marktplatz erstaunlicherweise in Grenzen. Dabei hatten sich lokale Hilfs- und Rettungsorganisationen dort viel Mühe mit Präsentationen ihrer Arbeit gegeben. Die Resonanz auf diesen Sonntag lag hinter vergleichbaren Tagen deutlich zurück.

Ein Programmpunkt des Sonntags war auch die Verleihung des Siegels „Fair Trade Town“ an die Stadt. Im Bürgerhaus war die Urkunde im Rahmen einer Feierstunde durch Manfred Holz, Fairtrade Ehrenbotschafter, an Bürgermeister Tassilo von Bary überreicht worden. „Ich gratuliere Bad Oldesloe dazu nun die 335 Fair-Trade Stadt in Deutschland zu sein“, so Holz. „Die entsprechende Lenkungsgruppe hat tolle Arbeit geleistet. Ich bedanke mich für das Engagement“, so von Bary.  

 

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