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Stormarner Tageblatt

22. Oktober 2017 | 12:33 Uhr

Spiel-Doku : Trave wird zum „Filmstar“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Von der Quelle bis zur Mündung: Dreharbeiten für das Projekt „Travekids auf Flusssafari“.

shz.de von
erstellt am 16.Okt.2014 | 10:48 Uhr

Spannende Tage für die Travekids. Die Dreharbeiten für das vom Nabu ausgezeichnete Filmprojekt „Travekids auf Flusssafari“ gehen weiter. Die Safari-Teilnehmer trafen sich mit dem Angler und Fischexperten Dobrunz, der im Brenner Moor bei Bad Oldesloe allerlei Wissenswertes über den Lebensraum Trave, seine Bewohner und die Geschichte des Flusses vor seiner Begradigung und Ausbaggerung sowie die Bedeutung und Historie des Moores zu berichten wusste.

Gut ausgerüstet mit Videokamera und Mikrofon interviewten die Kids den Experten und drehten eine Spiel-Doku. Zurück ging es nach Barnitz, wo die Teilnehmer am Rande des Düsterwaldes die Kulisse eines Zeltlagers für die nächste Szene aufbauten. Abends saß man gemütlich am Lagerfeuer und erinnerte sich an die bereits erlebten Abenteuer entlang der Trave: Eiswinter, Klärwerk, Trave-Camp, im Mittelalter auf der Kogge, Enträtseln der Flaschenpost.

Die romantische Stimmung wurde jedoch jäh unterbrochen, als vom Waldrand unheimliche Geräusche erklangen und seltsame Lichterscheinungen zu sehen waren. Die Trave-Kids beschlossen, der Ursache auf den Grund zu gehen. Der Mühe Lohn war eine spannende Begegnung mit dem Fledermausexperten Holger Siemers und „Nabine“, gespielt von Sabine Reichle vom Nabu Reinfeld-Nordstormarn, die beide beim Netzfang waren, um das Vorkommen der verschiedenen Fledermausarten an der Trave zu erforschen.

Am nächtsen Drehtag wurde der Oberlauf der Trave von der Quelle in Gießelrade bis zum Warder See zu Fuß erkundet. Dabei entdeckten die jungen Naturforscher zwei der selten gewordenen Travefurten. „In weiten Teilen ist die Trave ein unansehnliches, kanalisiertes Rinnsal. In wenigen Windungen darf sie aber noch ihrem natürlichen Verlauf folgen“, so Regisseur und Kameramann Udo Reichle-Röber.

Viel haben die Trave-Kids noch zu erforschen, denn der Fluss ist immerhin 120 Kilometer lang. Zwei Jahre hat Reichle-Röber für die Realisierung der 60-minütigen Spiel-Doku in fünf Episoden veranschlagt. „Trave Kids auf Fluss-Safari“ soll, so wünscht es sich Sabine Reichle, auf die Bedeutung der Trave aufmerksam machen: ihre historische Entwicklung, die heutige Situation und den Nutzen des Flusses damals und heute. „Der Film soll unterhalten und Wissen vermitteln“, so Reichle.


Das Projekt wurde mit dem Deutschen Naturschutzpreis 2013 bedacht, der den innovativen Ansatz bei Kommunikation von Naturschutzthemen mit 36 500 Euro Preisgeld würdigte.


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