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Bad Oldesloe : Trave-Parkplatz: Das tägliche Chaos

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Weil die Markierungen kaum noch zu erkennen sind, wird „wild geparkt“. Immerhin die will die Stadt demnächst die Löcher wieder auffüllen lassen.

Der Trave-Parkplatz, von Einheimischen immer noch M  &  H-, Mohr- oder gar Nickel-Parkplatz genannt, ist wegen seiner Größe und Innenstadtnähe bei Oldesloern und Besuchern gleichermaßen beliebt. Es sind nur wenige Schritte in die Fußgängerzone. Dementsprechend schwierig ist es vor allem vormittags, ein freies Plätzchen zu finden. Das liegt aber nicht nur an der Fülle, sondern auch an den Autofahrern: Geparkt wird, wo gerade Platz ist.

Dabei ist es „hilfreich“, dass die weißen Markierungen für die Stellplätze ihre besten Zeiten hinter sich haben – gerade noch erkennbar, aber kaum mehr zu sehen sind. Folge: Immer wieder blockieren Autofahrer mit ihren Wagen gleich zwei der knappen Plätze. Oder es werden andere Fahrzeuge so zugeparkt, dass sie höchstens noch mit viel Rangieren wieder aus der Parklücke herausfahren können.

Ein weiteres Problem ist der Sandstreifen am Rande der gepflasterten Fläche. Nach jedem Regenschauer holen sich die Autofahrer in dem Matsch nasse Schuhe oder sogar Füße. Immerhin eine gute Vorbereitung für alle, die auf dem Weg an der Trave weitergehen, wo sich der wassergebundene Weg ebenfalls durch zahlreiche Pfützen auszeichnet.

Beim Gang in Richtung Innenstadt ist eher der bröckelnde Asphalt gefährlich. Wer da nicht richtig aufpasst, kann schon mal ins Straucheln geraten. In den Wintermonaten ist das Chaos dort zeitweise noch größer. Eis und Schnee machen den Platz dann zu einer rutschigen Angelegenheit.

Trotz all dieser Unzulänglichkeiten müssen die Autofahrer natürlich den vollen Preis bezahlen: Das Abstellen des Pkw auf dem Trave-Parkplatz kostet einen Euro je Stunde. Wer kein Ticket zieht, muss mit einem Knöllchen rechnen.

Bei der Stadt sind die Probleme im Grundsatz bekannt. „Es ist aber nicht unsere Fläche, und wir können ohne die Zustimmung des Eigentümers nichts unternehmen“, sagt Bad Oldesloes Bürgermeister Tassilo von Bary. Immerhin: Der städtische Bauhof hat den Auftrag, die Löcher wieder zu verfüllen. Weil der Bauhof zurzeit aber stark beschäftigt sei, „steht der Termin noch nicht fest“, so von Bary.

Ein ganz anderes Problem besteht auf dem neuen Pendler-Parkplatz am Bahnhof. Kaum dass er fertig gestellt war, war er auch schon wieder zu klein. Wenn die gekennzeichneten Flächen komplett belegt sind, werden die Autos irgendwo auf der Fläche abgestellt – wo gerade Platz ist. Oft werden dabei Durchfahrten und Kurven so zugestellt, dass andere Autofahrer kaum noch durch kommen. „Hier parken nicht nur Pendler sondern auch Leute, die in Bad Oldesloe beschäftigt sind“, vermutet von Bary. Früher sei es so geregelt gewesen, dass Pendler im Zusammenhang mit ihrer Fahrkarte einen Parkausweis bekamen. Das sei heute leider nicht mehr der Fall. Dadurch steht der Platz für jeden offen. „Gebühren können wir nicht nehmen, da der Parkplatz mit öffentlichen Mitteln gefördert wurde“, so der Bürgermeister. Allerdings wird auch dort kontrolliert, und wer andere durch sein Parken behindert, bekommt ein Knöllchen.

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