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Stormarner Tageblatt

23. Oktober 2017 | 08:55 Uhr

Nachruf : Trauer um verdienten Bargteheider

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Hans Heinrich Gaycken starb im Alter von 91 Jahren / Kurt Iden: „Was er sagte, hatte Hand und Fuß“

Hans Heinrich Gaycken ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Der Bargteheider hat hat sich Jahrzehnte lang in der Kommunalpolitik engagiert und dabei den Weg vom Dorf zur Stadt begleitet. Dafür wurde er 1983 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet und später zum dritten Ehrenbürger Bargteheides ernannt.

Von 1959 bis 1970 amtierte Gaycken als Bürgervorsteher und dann erneut von 1974 bis 1982. In der Zwischenzeit war er 1. Stadtrat. 23 Jahre war er Stadtvertreter und in mehreren Ausschüssen aktiv. Die Verleihung der Stadtrechte 1970 war sicher ein Höhepunkt für ihn. Auch im Europaverein engagierte er sich für die Völkerverständigung. Zu Pfingsten 1969 wurde die Städtepartnerschaft mit dem französischen Déville-lès-Rouen besiegelt. An beiden Ereignissen hat er maßgeblich mitgewirkt.

Seit 1965 warb er in der Stiftung Volkspark für den Bau eines Freibads in Bargteheide. Dabei sammelte er nicht nur unermüdlich Spenden, er packte auch selbst beim Bau an. 1968 konnte das Bad eröffnet werden, das jetzt von Grund auf saniert wurde. Bis zur Auflösung der Stiftung vor vier Jahren hatte er den Vorsitz inne. Als zielstrebig und gradlinig hat ihn der Leitende Verwaltungsbeamte Herbert Sczech in Erinnerung: „Hans-Heinrich Gaycken war sehr mit seiner Heimatstadt verbunden und stets auf Neutralität bedacht.“

Als „tüchtigen, intelligenten und fleißigen Selbstständigen“ hat ihn sein Nachfolger als BürgervorsteherKurt Iden in Erinnerung. Gaycken übernahm die Leitung der 1872 gegründeten Holzhandlung. „Er stand zu seinem Wort und was er sagte, hatte Hand und Fuß“, sagt Iden. Gaycken habe erfolgreiche Jahre für die Stadt mitgestaltet und klare Entscheidungen mit auf den Weg gebracht. „Er hat Bewegung in die Politik gebracht“ – und sich für die Stadt sehr verdient gemacht.

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