Großhansdorf : Trauer um Manfred Rüscher

rüscher

Der Vollblutjournalist aus Großhansdorf ist überraschend im Alter von 66 Jahren gestorben.

shz.de von
13. September 2018, 11:11 Uhr

In der vergangenen Woche ist der Journalist Manfred Rüscher im Alter von 66 Jahren verstorben. Seit den frühen 80er Jahren war Manfred Rüscher journalistisch im Raum zwischen Lübeck und Hamburg unterwegs. Keine namhafte Zeitung im Norden, für die er nicht gearbeitet hat, kein Thema, das nicht seine journalistische Aufmerksamkeit erfuhr. Manfred Rüscher war ein Vollblutjournalist, ein Kollege, der sein journalistisches Handwerk von der Pike auf gelernt hatte und seinen Beruf mit ganzem Herzen ausübte. Geprägt hat ihn die deutsche Wiedervereinigung. Ganz intensiv hat er diese Zeit erlebt und auch journalistisch begleitet, in Schleswig-Holstein, in Mecklenburg-Vorpommern und in Berlin. Rüscher scheute nicht die schwierigen Themen. So war er maßgeblich daran beteiligt, den Missbrauchsskandal in der evangelischen Kirche in Ahrensburg aufzudecken, und er begleitete auch die Aufarbeitung. Historische Automobile und Dampflokomotiven waren sein privates Hobby. Daraus resultierte auch die eine oder andere Reportage, die er für uns schrieb. Etwa die Geschichte der Fahrzeuge der Tatort-Kommissare oder auch die Reportage über den Pianisten Axel Zwingenberger, der einige Waggons des Regierungszuges der DDR vor der Verschrottung rettete.
Manfred Rüscher wird uns in lebendiger Erinnerung bleiben.

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