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Stormarner Tageblatt

21. August 2017 | 12:24 Uhr

Ahrensburg : Tourstart mit Ministerin

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Ministerin Britta Ernst eröffnete gestern in Ahrensburg die diesjährige Berufsschultour der DGB-Jugend Nord. Dabei beschäftigen sich die Jugendlichen wie die Großhandelsklasse mit Themen aus der Arbeitswelt.

Die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Britta Ernst war gestern in der Berufsschule des Kreises Stormarn zu Gast. Anlass für ihren Besuch war der Auftakt der Berufsschultour von der DGB-Jugend Nord durch das Bundesland. Britta Ernst ist Schirmherrin dieses Projekts.

Bei der Berufsschultour informiert der Deutsche Gewerkschaftsbund Nord seit 2005 Berufsschüler in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern über ihre Rechte und Pflichten in der Arbeitswelt und möchte damit zur Partizipation motivieren. Die Berufsschule in Ahrensburg nimmt zum ersten Mal an dem Projekt teil und stellt zugleich den Auftakt der Tour dar, die in Elmshorn, Lübeck, Niebüll und Flensburg fortgeführt wird.

In der Aula der Schule begrüßte Schulleiter Joachim Steußloff die Bildungsministerin und den Vorsitzenden des DGB Nord, Uwe Polkaehn. Steußloff sprach in seiner Rede unter anderem auch die Integration jugendlicher Migranten an und bat die Ministerin, den Integrationswilligen zu der einjährigen Beschulung ein zusätzliches Jahr Berufsschule zu ermöglichen.

Hauptthema der Veranstaltung war jedoch die Eröffnung der DGB-Tour. Schirmherrin Ernst lobte das Projekt als „tolle Initiative“, mit der ein Drittel der Berufsschulen erreicht wird. Dabei sei es wichtig, den Übergang zwischen Schule und Beruf für die Jugendlichen vertrauter zu machen und ihr Interesse für Themen aus der Arbeitswelt zu wecken.

Der Besuch von Britta Ernst wurde in der Auftaktveranstaltung von den Berufsschülern genutzt, um der Politikerin Fragen zu stellen – unter anderem auch, ob die Ministerin nach Tarif bezahlt wird. „Nein“!

Unter dem Titel „Projekttag Demokratie und Mitbestimmung“ beschäftigen sich bis Mittwoch täglich vier Klassen sechs Schulstunden lang mit Themen wie Tarifverträge, betriebliche Interessenvertretung und Mitbestimmung. Dabei erkennen vor allem die Teilzeitschüler, die zusätzlich zum Unterricht praktisch im Betrieb ausgebildet werden, die Notwendigkeit, sich mit den Rechten im Arbeitsleben auseinanderzusetzen, wie der zuständige Abteilungsleiter der Berufsschule, Ulrich Korn, mitteilt.

Der Projekttag läuft nicht nur für jede Klasse in der Ahrensburger Berufsschule, sondern im gesamten Norden gleich ab, so Philipp Thom, der DGB-Jugendbildungsreferent Schleswig-Holstein. Die meist ehrenamtlichen Berater vom Team der Berufsschultour werden geschult und verfolgen dasselbe interaktive Konzept, mit dessen Hilfe den Jugendlichen die komplexen Zusammenhänge erklärt werden. Das Projekt möchte vor allem in Zeiten immer kleiner werdender Betriebe den Jugendlichen mit abwechslungsreichen Methoden die Möglichkeiten betrieblicher Interessenvertretung aufzeigen. So wurden gestern beispielsweise die angehenden Tischler in eine Arbeitgeber- und eine Arbeitnehmergruppe unterteilt, um den Schülern die Interessenslagen bewusst zu machen.

Eine andere Klasse wurde mit einem Stuhl, der den Chefsessel darstellte, konfrontiert. Die Jugendlichen erkannten im Rollenspiel über Gespräche mit dem „Chef“, einem Mitarbeiter des DGB-Teams, dass es für den Einzelnen schwierig ist, mehr Gehalt zu verlangen.

So werden die Jugendlichen auf unterschiedliche Situationen, die ihnen im Arbeitsleben begegnen können, vorbereitet. Als nächstes soll auch einmal die Arbeitgeberseite in Ahrensburg zu Gast sein. Schließlich sind die Betriebe Partner der Berufsschule.Die Berufsschultour geht unterdessen weiter. Am Donnerstag erreicht das Team Elmshorn und bereitet dort die Jugendlichen auf den Start in das Berufsleben vor.

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erstellt am 14.Mär.2016 | 15:23 Uhr

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