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Kreis Segeberg : Tote Möwe: Vogel starb an der Geflügelpest

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Das vergangene Woche tot aufgefundene Tier war mit dem H5N8-Virus infiziert. Ein Sperrbezirk wurde eingerichtet.

shz.de von
erstellt am 16.Feb.2017 | 11:34 Uhr

Bad Segeberg | Ein am vergangenen Freitag am Südufer des Großen Segeberger Sees (Kreis Segeberg) gefundener Wildvogel ist mit dem Vogelgrippevirus H5N8 infiziert gewesen. Das teilte der Kreis am Donnerstag mit. Das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) hat das hoch pathogene Influenza-A-Virus bei der Möwe nachweisen können.

Derzeit grassieren zwei hochansteckende Erreger: H5N8 sowie der Mischvirus H5N5, ein sogenanntes reassortiertes Influenzavirus auf Basis des ursprünglichen H5N8-Virus. In Schleswig-Holstein war der H5N5-Erreger erstmals Ende Dezember 2016 bei einer Nonnengans aus Brunsbüttel nachgewiesen worden.

Um den Fundort wurde ein Gebiet mit einem Radius von mindestens drei Kilometern als Sperrbezirk und mit einem Radius von mindestens zehn Kilometern als Beobachtungsgebiet festgelegt. Die Restriktionszonen betreffen die Gebiete der Städte Bad Segeberg und Wahlstedt sowie die Ämter Boostedt-Rickling, Leezen und Trave-Land mit einigen Gemeinden. Im Sperrbezirk befinden sich 70 Geflügelhaltungen. Im Beobachtungsgebiet wird in 320 Betrieben Geflügel gehalten.

Gehaltene Vögel dürfen im Sperrbezirk nicht aus den Beständen und im Beobachtungsgebiet nicht aus dem Beobachtungsgebiet gebracht werden. Halter von Hunden und Katzen müssen sicherstellen, dass ihre Tiere im Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet nicht frei herumlaufen.

Nachdem sich das Geflügelpestgeschehen im Januar im Kreis Segeberg etwas entspannt hatte und Anfang Februar alle Restriktionszonen im Kreis Segeberg aufgehoben wurden, nimmt das Seuchengeschehen mittlerweile wieder an Dynamik zu, heißt es in der Mitteilung weiter. Dem Veterinäramt werden wieder vermehrt tot aufgefundene Wildvögel gemeldet.

Bereits am vergangenen Montag war im Kreis Steinburg nahe an der Grenze zum Kreis Segeberg erneut ein Beobachtungsgebiet ausgewiesen worden, nachdem die Geflügelpest bei einem Wildvogel nachgewiesen worden war.

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