Sauerstoffmangel und Verschmutzung : Tote Fische in Sterup und Schwarzenbek

Ein Fisch treibt Tot in den Gewässern des Schwarzenbeker Stadtparks.
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Ein Fisch treibt Tot in den Gewässern des Schwarzenbeker Stadtparks.

In zwei Gewässern in SH trieben am Wochenende tote Fische – aus ganz unterschiedlichen Gründen.

shz.de von
06. Juli 2015, 06:56 Uhr

Schwarzenbek, Sterup | Wo sonst Tausende Menschen die Openair-Konzerte in Schwarzenbek bejubeln, spielte sich am Sonntag ein tödliches Drama ab: Zahlreiche Fische verendeten aufgrund von Sauerstoffmangel in den Gewässern des Schwarzenbeker Stadtparks unter der Europabrücke, die mit der Bundesstraße 207 das Bahngleis zwischen Hamburg und Berlin überbrückt.

„In den Gewässern fehlt der Sauerstoff, deshalb sind wir auf Bitten des Ordnungsamtes aktiv geworden und lassen das Wasser zirkulieren“, erklärte Schwarzenbeks Feuerwehrchef Thorsten Bettin. Unterstützung bekamen die Schwarzenbeker Feuerwehrmänner durch eine Löschfahrzeug-Besatzung aus dem benachbarten Grove.

Mit mehreren Pumpen saugten die Feuerwehrleute das Wasser zunächst an und ließen es dann in hohem Bogen zurück in die Gewässer spritzen. „Dadurch reichert sich das Wasser wieder mit frischem Sauerstoff an und hilft so den Fischen“, so Bettin.

Die Feuerwehr lässt das Wasser zirkulieren.
Foto: Timo Jann
Die Feuerwehr lässt das Wasser zirkulieren.

Die Aktion dauerte am Abend auch nach mehreren Stunden noch an und muss wahrscheinlich in den kommenden Tagen fortgesetzt werden, um den gewünschten Erfolg zu erzielen. Die toten Fische, die in den Gewässern an den Oberfläche treiben, sollen eingesammelt werden.

Auch in der Lippingau in Sterup (Kreis Schleswig-Flensburg) entdeckten Spaziergänger am Abend zahlreiche tote Fische. Hier wird von einer Verunreinigung des Wassers ausgegangen – es wurde sowohl Gestank, als auch eine dunkle Verfärbung des Wassers festgestellt. Mehrere Feuerwehren rückten an, um das Wasser zu reinigen. Die Ursache der Verschmutzung ist noch unbekannt.

Sterk verschmutztes Wasser in der Lippingau.
Foto: Friederichs
Sterk verschmutztes Wasser in der Lippingau.
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