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Tag der „offenen Tür“ : Torspektakel ohne Happy End

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Fußball-Regionalligist SV Eichede gelingt Aufholjagd zum 4:4 nach 1:4 gegen Eintracht Norderstedt – am Ende aber verlieren die Stormarner noch mit 4:6. „Wir haben nur zugesehen, wie Norderstedt Fußball gespielt hat“, kritisierte SVE-Coach Oliver Zapel.

shz.de von
erstellt am 21.Okt.2013 | 06:00 Uhr

Bittere Pille für den SV Eichede. In einem hochdramatischen und phasenweise auch gutklassigen Regionalliga-Spiel holten die Stormarner Fußballer gegen Eintracht Norderstedt zwar in Unterzahl einen 1:4-Rückstand auf, kassierten aber in den letzten Minuten noch zwei Treffer und unterlagen letztlich mit 4:6 (1:2). Der SVE-Höhenflug ist mit der zweiten Niederlage in Folge zumindest vorerst gestoppt.

„So ein Spektakel hätten wir uns ersparen können. Das waren 40 Minuten Anti-Fußball“, sprach SVE-Coach Oliver Zapel von der letztlich entscheidenden Phase zwischen der 30. und 70. Minute. „So haben wir uns in der gesamten Saison noch nicht verhalten. Wir haben nur zugesehen, wie Norderstedt Fußball gespielt hat.“

Das Aufsteigerduell nahm von Beginn an Fahrt auf. Beide Mannschaften suchten den Weg nach vorn, erarbeiteten sich Chancen. Die Gäste hatten ihren Anteil am attraktiven Spiel. Jan Lüneburg mit einem satten Schuss (4., knapp vorbei), Philipp Koch mit einem Freistoß (10., Lucassen hielt im Nachfassen) und Steffen Heinemann per Kopf (13., knapp drüber) deuteten Gefahr auf Seiten der Norderstedter an. Die besseren Möglichkeit hatten aber zunächst die Gastgeber. Als Andre Kossowski abzog, holte Eintracht-Keeper Johannes Höcker den Ball mit einer Glanzparade aus dem Winkel (2.). Nach einer Flanke von Nico Fischer verlängerte Kossowski an den langen Pfosten, wo Malik Issahaku aber eine Fußspitze zu spät kam (7.). Und einen abgefälschten Schuss von Torge Maltzahn parierte Höcker mit Mühe (19.). So war die Führung der Stormarner nicht unverdient. Sebastian Meyer passte in die Mitte, wo Kossowski aus acht Metern zum 1:0 einschoss (20.). Doch nach dem Tor wurde Norderstedt stärker. Nach 23 Minuten hatte Lolo Armario Pech, dass ein Freistoß von der Lattenunterkante ins Feld zurück sprang. Vier Minuten später war es erneut der Spanier, der aus zehn Metern abgeblockt wurde. Das 1:1 war dann verdient, als Lüneburg mit einem präzisen Kopfball traf (30.). Doch die Partie blieb offen. Pech hatte der SV Eichede, als Maltzahn aus acht Metern nur die Latte des Gäste-Tores traf (36.). Ärgerlich war aus SVE-Sicht das 1:2. Einen unnötigen Ballverlust nach einem Einwurf nutzte Yayar Kunath für seinen Steilpass in die Schnittstelle auf Björn Nadler, der Lucassen umkurvte und aus spitzem Winkel zum Pausenstand traf (37.).

In die zweite Hälfte starteten beide Mannschaften ruppig. Aber nachdem Kossowski (53.) für Eichede vergeben hatte, fiel scheinbar die Vorentscheidung. Sebastian Meyer brachte Namensvetter Linus zu Fall. Elfmeter und Rote Karte waren die harte, aber korrekte Konsequenz. Koch verwandelte zum 1:3 (56.). Als Jakub Heidenreich ein Rückpass zu Lucassen misslang, nahm Lüneburg das Geschenk zum 1:4 an (59.). Gäste-Abwehrchef Marin Mandic machte es mit einem kuriosen Eigentor (köpfte eine weite Flanke über Höcker hinweg) noch mal spannend (70.). Und Norderstedt „schwamm“. Maltzahn spielte Joker Arnold Lechler frei, der traf zum 3:4 (73.). Nachdem ein Tor von Issahaku wegen Abseits nicht zählte, brachte Lechler das Stadion zum Beben – 4:4 (84.). Doch Eichede wollte nun zu viel – und Norderstedt schlug noch zwei Mal zu (87., 90.+3).

SV Eichede: Lucassen – Fischer, J.-O. Rienhoff, Issahaku, Heidenreich (62. Lechler) – S. Meyer, M- Hinkelmann, Koops (46. Seiler), Kossowski (79. Güzel) – Maltzahn – Huseni.

Eintracht Norderstedt: Höcker – Heinemann, Mandic, Eglseder, Kummerfeld – Koch – Kunrath, Nadler, Lolo Amario (89. Aniteye), L. Meyer – Lüneburg (81. Schneider).

SR: Müller (Bremen). Z: 674.

Tore: 1:0 Kossowski (20.), 1:1 Lüneburg (30.), 1:2 Nadler (37.), 1:3 Koch (56., Foulelfmeter), 1:4 Lüneburg (59.), 2:4 Mandic (70., Eigentor), 3:4 Lechler (73.), 4:4 Lechler (84.), 4:5 Nadler (87.), 4:6 Kunrath (90.+3).

Rot: S. Meyer (55., wg. Notbremse).

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