bargteheide : Tonnenschwerer Kubus am Haken

Der Klotz schwebt mit Kranhilfe ein.
1 von 2
Der Klotz schwebt mit Kranhilfe ein.

Der Gigabitnetzausbau schreitet voran: Ein neues Technikgebäude versorgt zukünftig Bargteheide Nord.

shz.de von
21. Juli 2018, 08:00 Uhr

Langsam senkt ein Tele-Kran das Gebäude ab. Etwa 15 Tonnen wiegt der Kubus mit drei Metern Seitenlänge, der zum zweiten Knotenpunkt des Glasfasernetzes in Bargteheide werden soll. Noch ist dieser „point of presence“ eine leere Betonhülle, das wird sich aber bald ändern. Von hier aus können dann bis zu 4000 Kunden mit schnellem Internet über Glasfaserkabel versorgt werden. Auch Fernsehsignale werden eingespeist, und die Telefonleitungen der zukünftigen Endkunden werden hier gebündelt.

Damit rückt nach dem Osten der Stadt auch der Norden in den Glasfaserfokus. Im Auftrag der Bargteheider Stadtwerke verlegt die VS Media der Vereinigten Stadtwerke ein weiteres Kabel bis zum Knotenpunkt am Ende des Erich-Kästner-Weges. Von hier aus wird das Stadtgebiet zwischen Fischbeker Weg, Stormarner Straße und der Bahnlinie versorgt. Wenn eine Mindestanschlussquote von 35 Prozent der Haushalte erreicht wird. Bisher haben sich 25,2 Prozent der 1342 Haushalte im Ausbaugebiet für einen Anschluss entschieden. Wenn die Quote erreicht ist beginnt die Bauplanung. Es fehlen noch 130 Anschlüsse im vierten Bauabschnitt.

Die Vertragsabschlussphase wurde bereits verlängert. Wer sich mindestens für einen Telefonanschluss entscheidet, spart die 800 Euro, die ein späterer Anschluss kosten wird. Noch laufende Verträge spielen dabei keine Rolle. Bauleiter Wolfgang Babel ist optimistisch, dass die Quote erreicht wird: „Anfang kommenden Jahres ist Baubeginn, Ende 2019 ist alles fertig.“

Über das Glasfasernetz werden Übertragungsraten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde bis ins Haus möglich, sowohl im Download wie im Upload. Es ist bereits der 56. Knotenpunkt der VS Media, die zurzeit bereits über 30 000 Kunden in Stormarn und im Nachbarkreis Lauenburg versorgt.

Das Versorgungskabel verläuft von Fischbek aus parallel zur Bahnlinie. Ringförmig sollen dann die weiteren Stadtgebiete versorgt werden, die Innenstadt folgt zum Schluss. Denn hier ist das bestehende DSL-System vergleichsweise noch am leistungsstärksten, die Übertragungsraten sinken mit der Entfernung vom Stadtzentrum deutlich.



zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen