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Stormarner Tageblatt

12. Dezember 2017 | 14:07 Uhr

Nienwohld : „Toll, das sticht ins Auge“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

In der Gemeinde Nienwohld wurde aus einer tristen Ortsnetzstation ein kleines Kunstwerk.

shz.de von
erstellt am 20.Nov.2014 | 17:19 Uhr

Dass aus einem „hässlichen Entlein ein schöner Schwan“ werden kann, zeigt das Beispiel Nienwohld. In der Gemeinde des Amtes Bargteheide-Land wurde aus der tristen Ortsnetzstation an der Dorfstraße/Ecke Wiesenweg ein farbenfrohes Kunstwerk unter Berücksichtigung des dörflichen Charakters.

Im Auftrag der Schleswig-Holstein Netz AG hatte der Hamburger Künstler Vincent Schulze Hand angelegt und mit der Sprühdose innerhalb von etwa zwei Tagen Wappen, Kuh, Alte Alster, Klapperstorch, Trecker und andere Motive auf die vier Wände gebracht. Ein „Eye-Catcher“ – frei übersetzt Augenschmeichler – der ankommt: „Wir haben tolle Rückmeldung erhalten. Das sticht wirklich ins Auge“, freut sich Bürgermeister Thomas Manke und dankt der Schleswig-Holstein Netz AG. Die hat seit 2009 landesweit rund 300 Ortsnetzstationen verschönern lassen, davon um die 20 allein im Kreis Stormarn. Beispielsweise in Feldhorst und kürzlich in der Gemeinde Witzhave. Siek solle demnächst noch folgen, so Netz-AG-Kommunalbetreuer Thomas Rath.

„Die Gestaltung mit Motiven ist optisch ansprechender“ als der graue Anstrich, der in den regelmäßigen Wartungen mit drin sei, meinte Rath gestern bei einem Ortstermin mit Bürgermeister Manke, Martin Schmidt (1. Stellvertreter) und Doris Schulz (2. Stellvertreterin) sowie Netzcenterleiter Carsten Hack.

Um die zehn Entwürfe hatte die Netz AG dem Bürgermeister und der Gemeindevertretung vorgelegt. Die entschied sich letzten Endes passender Weise für typisch dörfliche Motive. „Es ist ein erfreulicher Beitrag zur Aufwertung des Ortsbildes“, merkt der Bürgermeister an. Sorge, dass das gesprühte Kunstwerk wieder verschandelt werden könnte, hat niemand. Es gebe in der Sprayer-Szene einen Ehrenkodex, erläuterte Rath: „95 Prozent dieser Werke werden nicht mehr beschmiert.“

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