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Bargteheide : Tödliche Schüsse auf Ex-Freundin: Neuer Prozess mit neuem Verteidiger

vom

Ein 36-Jähriger soll eine 28-Jährige im August 2016 getötet haben. Der erste Prozess platzte.

shz.de von
erstellt am 02.Aug.2017 | 11:34 Uhr

Lübeck | Mit einem neuen Verteidiger des Angeklagten hat am Mittwoch der zweite Prozess gegen den mutmaßlichen Todesschützen von Bargteheide begonnen. Der heute 36-Jährige muss sich wegen Mordes an seiner Ex-Freundin vor dem Landgericht Lübeck verantworten. Er soll die Frau im August 2016 in seine Wohnung in Bargteheide im Kreis Stormarn gelockt und mit drei Schüssen getötete haben.

Mit meist gesenktem Kopf verfolgte der 36-Jährige die Verlesung der Anklage. Per SMS habe er seine Ex-Freundin gebeten, für ihn Lebensmittel zu besorgen und in seine Wohnung zu bringen, da er noch im Urlaub sei, heißt es in der Anklage. In der Wohnung habe er der 28-Jährigen aufgelauert und drei Schüsse auf sie abgefeuert

Täter und Opfer waren rund vier Jahre lang ein Paar, im März 2016 trennte sich die 28-Jährige von dem als gewalttätig geltenden Angeklagten. Das habe er offenbar nicht akzeptieren wollen, sagte Staatsanwalt Nils-Broder Greve. Eine Polizeibeamtin, die als Zeugin vernommen wurde, sagte aus, die Polizei sei häufiger zu Auseinandersetzungen in der Wohnung des Angeklagten gerufen worden. 

Der erste Prozess gegen den 36-Jährigen war im Mai wegen einer Erkrankung seines damaligen Pflichtverteidigers geplatzt. Zuvor hatte der Angeklagte vom Gericht mehrfach dessen Ablösung gefordert. Nun wird der mutmaßliche Todesschütze von dem Kieler Strafrechtsexperten Jan Markus Schulte vertreten.

In dem neuen Prozess müssen sämtliche Zeugen und Gutachter noch einmal gehört werden. Bislang hat das Gericht 13 Verhandlungstage angesetzt und 41 Zeugen sowie zwei Sachverständige geladen. Ein Urteil wird Anfang November erwartet. Der Prozess soll am 22. August fortgesetzt werden. 

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