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Todendorf : Todendorfer Kirche: Gemeinsam eine Lösung finden

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Kirche kann weg. Das ist zumindest die Haltung im Kirchenkreis. Vor Ort wird die Thematik etwas anders gesehen.

Die Kirche in Todendorf, die neben dem historischen und denkmalgeschützten Gotteshaus in Eichede zur Kirchengemeinde Eichede gehört, ist vom Kirchenkreis Hamburg-Ost in die Kategorie C eingestuft worden. Das bedeutet, sie ist für den Kirchenkreis nicht mehr erhaltungswürdig. Für die Kirchengemeinde Eichede, zu der neben den Gemeinden Steinburg, Todendorf, Stubben auch Rohlfshagen, Lasbek-Dorf und Lasbek-Gut gehören – bedeutet diese Einstufung, dass es für Sanierungen und Renovierungen keine Zuschüsse vom Kirchenkreis mehr gibt. Solche Dinge muss die Kirchengemeinde deshalb aus ihrer eigenen Kasse bestreiten. „Wir können aber nicht so tun, als hätten wir unendliche Mittel“, so Pastorin Susanne Schumacher.

Auf einer Gemeindeversammlung unter dem Motto „Zukunft der Todendorfer Kirche“ wurde den 40 Anwesenden – die meisten davon aus Todendorf – die Situation geschildert. Der Kirchengemeinderat wollte von Beginn an mit offenen Karten spielen und alle Mitglieder in eine Entscheidungsfindung mit einbeziehen. Und das soll auch in Zukunft so gehandhabt werden. Gemeinsam soll eine Lösung gefunden werden.

„Als nächstes soll es jetzt Gespräche zwischen der Kirchengemeinde und der politischen Gemeinde geben. Dabei geht es darum, ob es eine Möglichkeit der gemeinsamen Nutzung der Kirche geben könnte“, so Pastorin Schumacher. Dazu könnte es eine Umfrage unter allen 2600 Mitgliedern der Kirchengemeinde geben und auch unter den Todendorfer Bürgern, die nicht in der Kirche sind.

Das Gotteshaus wurde 1968 vom Staat als Autobahnkirche gebaut und anschließend der Kirchengemeinde geschenkt. „Für viele Bürger ist die Kirche inzwischen ortsbildprägend“, sagte Schumacher. Deshalb wollen zahlreiche Bürger die Kirche erhalten. „Es wird ein langer Prozess werden. Niemand muss befürchten, dass die Kirche im kommenden Jahr geschlossen wird“, so die Pastorin.

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erstellt am 22.Jun.2016 | 12:37 Uhr

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