Traditionsturnier : Titelverteidiger ist erneut großer Favorit

Jubel nach dem Schlusspfiff: Die Spieler des SV Eichede feierten ihren Turniersieg im vergangenen Jahr ausgelassen mit den eigenen Anhängern auf der Tribüne.
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Jubel nach dem Schlusspfiff: Die Spieler des SV Eichede feierten ihren Turniersieg im vergangenen Jahr ausgelassen mit den eigenen Anhängern auf der Tribüne.

Trainer der Teilnehmer sind sich einig: Sieg beim 31. Rudi-Herzog-Pokal des VfL Oldesloe führt nur über Fußball-SH-Ligist SV Eichede.

shz.de von
02. Januar 2015, 07:00 Uhr

Wie sollte es auch anders sein: Der klassenhöchste Verein im Teilnehmerfeld geht als großer Favorit ins Rennen. Fußball-SH-Ligist SV Eichede, gleichzeitig Titelverteidiger beim 31. Rudi-Herzog-Pokal des VfL Oldesloe, nutzt das traditionelle Turnier in der Stormarnhalle als Generalprobe für das Hallenmasters in Kiel eine Woche später. Trotz des Respekts vor den Steinburgern, melden auch die klassentieferen Teams Ambitionen an. Die Gastgeber räumen sich beim Turnier, das morgen um 15 Uhr beginnt, selbst durchaus Siegchancen ein – und der SV Preußen Reinfeld ist froh, die Favoritenrolle endlich einmal an eine andere Mannschaft abgeben zu können. Das Tageblatt stellt das Teilnehmerfeld vor.

Gruppe A

VfL Oldesloe: Für die Gastgeber ist es aufgrund des dünn besetzten Kaders das einzige Hallenturnier in der Winterpause. „Die Verletzungsgefahr ist zu groß“, begründet Trainer Marius Kuhlke. Für ihn führt der Titel nur über den SV Eichede, Siebenbäumen oder Preußen Reinfeld. „Unser Minimalziel ist, die Vorrunde zu überstehen, dann schauen wir weiter. Auch wenn wir uns keine großen Hoffnungen machen: Natürlich ist es auch für uns möglich, das Turnier zu gewinnen“, erklärt Kuhlke, der ein junges Team auf den Platz schicken wird. „Die Jungs brennen und wollen sich vor der tollen Kulisse gut präsentieren“, verspricht Kuhlke. Neuzugang Jan Beyer vom Verbandsligisten VfL Tremsbüttel wird seine Premiere im Oldesloer Dress feiern.

GW Siebenbäumen: Der Lauenburger Verbandsligist gastiert zum ersten Mal beim Rudi-Herzog-Pokal. „Unser Torwart Björn Brinkmann und Christian Biermann sind beide ehemalige Oldesloer – die wollten gern bei dem Turnier spielen“, erklärt Siebenbäumens sportlicher Leiter Marco Kalcher: „Da haben wir natürlich zugesagt, zumal wir von der Veranstaltung und der Kulisse in der Halle bisher nur Gutes gehört haben.“ Die Grün-Weißen kommen mit der Empfehlung eines dritten Platzes beim gut besetzten Confima-Cup in Lübeck. „Und wir wollen auch in Bad Oldesloe unter die ersten Vier“, so Kalcher.

VfL Tremsbüttel: Der Verbandsligist geht das Turnier ohne große Erwartungen an. „Wir schauen, was dabei herauskommt“, sagt Trainer Carsten Holzmüller. Der Rudi-Herzog-Cup ist der einzige Hallenauftritt der Tremsbütteler. „Wir sind seit Jahren dabei. Die tolle Stimmung, das gute Teilnehmerfeld – das macht einfach Spaß“, so Holzmüller. Mit unter anderem Jascha und Jonas Fahrenkrog sowie Cedric Lühmann bietet der VfL eine schlagkräftige Truppe auf. Ganz unvorbereitet reist das Team derweil nicht an. Unter der Woche haben die Spieler in der Soccer-Halle gekickt – freiwillig und ohne Trainer. Der hat nur als Zaungast vorbeigeschaut.

SC Buntekuh Lübeck: Der Lübecker Kreisligist versteht die Hallensaison als Ablenkung von der ereignisreichen ersten Halbserie mit Trainerrücktritt und durchwachsenen Leistungen, die das Team auf Rang elf geführt haben. Es bleibt abzuwarten, welchen Spielern Neu-Trainer Lars Trulsen das Vertrauen schenkt.

Gruppe B

SV Eichede: Der SH-Ligist und Titelverteidiger geht als haushoher Favorit ins Rennen. „Der Rudi-Herzog-Cup ist das Turnier, bei dem wir eigentlich nur verlieren können. Jeder erwartet von uns, dass wir gewinnen, sieht uns als Topfavorit an und zieht dementsprechend Motivation daraus. Doch wir sind in der Lage, auch bei emotionaler Stimmung zu bestehen“, erklärt SVE-Coach Oliver Zapel: „Wir haben zuletzt in Schwarzenbek bewiesen, dass wir gut drauf sind. Für die Spieler ist Oldesloe die Chance, um eine gute Bewerbung für das Hallenmaster in Kiel abzugeben.“ Anders als zuletzt beim Turniersieg in Schwarzenbek werden neben einigen Youngstern auch Routinier Torge Maltzahn und Neuzugang Dominic Ulaga für die „Bravehearts“ auflaufen.

SSV Pölitz: Der Verbandsligist will auf jeden Fall besser abschneiden als zuletzt beim Mercedes-Beckmann-Cup in Trittau. Dort bekleckerte sich der SSV als Vorletzter nicht mit Ruhm. „In Bad Oldesloe wird aber eine andere Mannschaft auflaufen“, erklärt Pölitz’ Sprecher Jens-Peter Ehrlich, der Gruppengegner SV Eichede als großen Favoriten einstuft. „Aber wir haben die letzten Jahre bei dem Turnier in der Stormarnhalle immer eine gute Rolle gespielt. Warum soll nicht das Halbfinale für uns drin sein?“, fragt Ehrlich. Die Ambitionen des SSV untermauert der Kader, den Pölitz aufbieten wird. Unter anderem sind Leistungsträger wie Marcel Nöske und Zakaria Salhi am Ball.

SV Preußen Reinfeld: Die Karpfenstädter schwimmen momentan auf einer Erfolgsserie in der Halle. Zwei Turniere hat der Kreisligist bisher gespielt, zweimal hielten die Stormarner am Ende den Pokal in Händen – am vergangenen Wochenende beim Kurt-Papstein-Cup der SG Union/Grabau ebenfalls in der Stormarnhalle. Sieben Tage später also kehren die Reinfelder an den Ort des ersten Triumphes zurück. „Das Teilnehmerfeld ist dieses Mal aber natürlich weitaus hochklassiger“, mahnt SVP-Coach Jochen Prieß: „Da sind wir mal nicht der Favorit. Das tut ganz gut.“ Mit dem SVE und Pölitz sind gleich zwei Teams aus höheren Ligen in der Gruppe. „Fußballerisch brauchen wir uns aber sicher nicht vor Pölitz zu verstecken. Wir wollen in unserer Gruppe Zweiter werden und die Vorrunde überstehen“, betont Prieß, der wieder auf seine Hallenspezialisten Patrick Witten, Tassilo von Domarus und Christoph Böckelmann setzt.

Komplettiert wird die Gruppe B durch den Sieger des Qualifikationsturniers, das heute Abend um 18 Uhr startet. Um den begehrten Platz kämpfen acht Teams. Neben der zweiten und dritten Mannschaft sowie der Ü40 der Gastgeber sind auch der Rümpeler SV, SV Meddewade, Tralauer SV, VfL Rethwisch, JuS Fischbek die SG Union/Grabau und ein All-Star-Team im Rennen.

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