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Dreharbeiten in Oldesloe : Til Schweigers Seefeld-Erlebnis

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der Kino-Star Til Schweiger und Teile seiner Crew wohnten während Dreharbeiten zu „Honig im Kopf“ in Seefeld. Dem Film-Team gefiel es in Seefeld dermaßen gut, dass Schweiger spontan das Drehbuch um eine Badeszene im See ergänzte.

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erstellt am 24.Mai.2014 | 08:00 Uhr

Das ist ganz großes Kino. Til Schweiger, einer der berühmtesten deutschen Schauspieler, Regisseure und Produzenten, drehte Teile seines neuen Films „Honig im Kopf“ mit Tochter Emma in einer der Hauptrollen in Altfresenburg (wir berichteten). Und wo wohnt der Promi, wenn Kamera und Scheinwerfer abgestellt sind? Wo ist das nächstgelegene Nobelhotel für solch einen Star? Hamburg, Lübeck, Segeberg? Weit gefehlt. Til und Emma Schweiger mit Hündchen Eddi mögen es gemütlich, ländlich mit Familienanschluss aber verschwiegen muss es sein. Und so quartierten sie sich und Teile der Crew in Seefeld ein. „Wir hatten seinen Fahrer als Gast in unserer Ferienwohnung“, verrät Hans Jochim Stolten: „Til Schweiger hat zwei Häuser weiter gewohnt.“

Die Seefelder mögen sich vielleicht über den Limousinen-Verkehr gewundert haben. Von den Dreharbeiten und den berühmten Gästen war im Dorf aber nichts zu spüren. „Die haben intensiv gearbeitet, teilweise bis nachts
um 1“, hat Stolten mitbekommen: „Besonders bei Außenaufnahmen sind ‚geregelte Arbeitszeiten‘ und ‚freies Wochenende‘ Fremdworte.“

Schweiger selber war es dann, der vor etwa zwei Wochen das Geheiminis ein wenig lüftete. Auf seiner Homepage veröffentlichte er ein Foto seines Hundes „Eddi mit seinen neuen Kumpels“. Die beiden großen Landseer auf dem Bild sind im Ort natürlich bekannt. Fans in Seefeld und Umgebung wussten spätestens zu diesem Zeitpunkt Bescheid.

Für ein bisschen Erholung und einen kurzen Spaziergang müssen sich Til Schweiger und seine Mitarbeiter dann doch Zeit genommen haben. Dabei entdeckten sie die Idylle des Seefelder Sees. Hans Jochim Stoltens Eindruck: „Weil es hier so schön und ruhig ist, haben die sich sauwohl gefühlt. Das ist wichtig für die Kreativität.“ Til Schweiger sei von der Szenerie so angetan gewesen, dass er Produktionsabläufe und Drehbuch spontan änderte, um eine Badeszene am See einzufügen. An der Stelle kommt das Oldesloer THW ins Spiel. Die Produktionsgesellschaft Barefoot hatte erst bei der Feuerwehr angefragt. Die konnte aber nicht helfen, verwies an die Kollegen vom THW. So landeten die Filmleute beim Orts-Chef Olaf Göttsche: „Montag hatten wir eine Anfrage nach einem Elektromotor. Haben wir aber nicht. Später kam ein Anruf, ob wir eine Plattform, die richtig ruhig auf dem Wasser liegt, stellen können.“ So etwas haben die Oldesloer zwar nicht, aber die Kollegen aus Plön. Also wurde von dort ein Ponton mit großem Kran geholt. Alles unter strengster Geheimhaltung. Olaf Göttsche: „Das ist selbst bei uns im Ortsverband nur auf der ganz kleinen Schleife gelaufen.“ Die Wasserung des 1,5-Tonnen-Ungetüms gestaltete sich schwierig, weil der See keine entsprechende Zufahrt hat. Zu Til Schweiger hatten die Helfer keinen Kontakt.

Augenzeugen berichten, dass Emma Schweiger, Kinder aus der Region und sogar Hauptdarsteller Dieter Hallervorden mit seinen 78 Jahren fröhlich vom Steg ins Wasser sprangen. Taucher und Rettungskräfte sind bei solchen Dreharbeiten vorgeschrieben. Hans Jochim Stolten kann sich angesichts des Sicherheitsaufwands ein Schmunzeln nicht verkneifen. „Der See ist doch gar nicht tief. Deshalb ist das Wasser auch schon warm.“

 

 

Am 25. Dezember kommt „Honig im Kopf“ in die Kinos.

 

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