Unfall im Kreis Stormarn : Tiertransporter kippt um: Vollsperrung auf der B404

Mit Wasser werden die im Transporter eingesperrten Tiere zunächst abgekühlt.
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Mit Wasser werden die im Transporter eingesperrten Tiere zunächst abgekühlt.

Im Kreis Stormarn kam es aus bislang ungeklärter Ursache zu einem Unfall mit einem Tiertransporter. Die B404 war über mehrere Stunden lang voll gesperrt.

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03. Juli 2014, 17:29 Uhr

Grönwohld/Lütjensee | Die B404 im Kreis Stormarn zwischen Grönwohld und Lütjensee war am Donnerstag mehrere Stunden lang voll gesperrt . Dort war ein Tiertransporter mit 216 lebenden Schweinen umgekippt: Schwerstarbeit für die eingesetzten Feuerwehren.

Nach bisherigen Erkenntnissen war der 21- jährige Fahrer eines Lkw (Sprinterklasse) gegen 15.30 Uhr zwischen Grönwohld und Dwerkaten, kurz hinter der Brückensperrung Trittau Nord, aus bisher ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr geraten. Dort kam ihm zunächst der Fahrer eines Silo-Lkw entgegen. Der 21- Jährige prallte mit seinem Lkw gegen das Fahrzeug. Ob er mit dem hinter dem Silofahrzeug fahrenden Schweinetransporter ebenfalls zusammenstieß, muss noch geklärt werden. Es ist bisher bekannt, dass der 21- jährige Sprinterfahrer Glück im Unglück hatte: Er zog sich nur leichte Verletzungen zu. Der Fahrer des litauischen Tiertransporters blieb unverletzt. Er hatte offenbar noch versucht auszuweichen, was jedoch nicht mehr gelang. Der Tiertransporter geriet auf den Grünstreifen und kippte dort komplett auf die Seite.

 
Der litauische Fahrer hattet 216 lebende Zucht-Schweine geladen. Er sollte sie von Dänemark aus nach Polen bringen. Feuerwehrleute aus Grönwohld, Lütjensee und Großensee befreiten die Tiere in Schwerstarbeit aus dem umgekippten Transporter. Zuvor spritzen sie Wasser durch die Lüftungsklappen des Tiertransporters, um die Schweine abzukühlen. Gleichzeitig bauten sie ein Gehege mit Steckleitern auf. Insgesamt 110 Tiere konnten lebend gerettet werden. Feuerwehrleute zogen jedes einzeln per Hand mit Seilen aus dem Lastwagen. Danach wurden die Tiere auf einen bereitgestellten Ersatz-Tiertransporter umgeladen. Zu dem genauen Zustand der Tiere ist noch nichts bekannt. Der Veterinär des Kreises Stormarn und eine Tierärztin untersuchten die Tiere noch am Unfallort. Die toten Tiere wurden von einem Abdecker abgeholt. danach richteten Bergungsspezialisten den umgekippten Transporter mit einem Schwerlastkran wieder auf.

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