Bad Oldesloe : Theodor-Mommsen-Schule will Amok-Alarm

Im Frühjahr kam es nach einem Anruf zu einen Polizeigroßeinsatz an der Oldesloer Theodor-Mommsen Schule.
Im Frühjahr kam es nach einem Anruf zu einen Polizeigroßeinsatz an der Oldesloer Theodor-Mommsen Schule.

Eltern, Lehrer und Schüler am Oldesloer Gymnasium sind angeblich beunruhigt: Es gibt kein funktionierendes Alarmsystem im Amokfall.

shz.de von
25. Juni 2018, 12:32 Uhr

Nachdem es im Frühjahr durch einen vermeintlichen Drohanruf zu einem Polizeigroßeinsatz in der Oldesloer Theodor-Mommsen-Schule (TMS) gekommen waren, zeigen sich Eltern, Lehrer und Schüler weiterhin beunruhigt. Auch wenn sich nach dem Einsatz laut Polizei eine sogenannte „Nulllage“ – also keine vorliegende Bedrohung – herausstellte, hat sich ein Gefühl von Unsicherheit eingeschlichen. Der Grund dafür ist, dass es kein existierendes, elektronisches Alarmierungssystem für Amok- oder Terrorfälle an dem Gymnasium und im gesamten Schulzentrum an der Olivet Allee gibt. Laut Bürgeramtsleiter Thomas Sobczak soll sich das nun ändern. „Wir haben zwei Systeme, die uns Anfang Juli vorgestellt werden und dann wird sich wohl für ein System entschieden“, sagte Sobczak im Bildungs- Sozial- und Kulturausschuss. Mit den Ergebnissen werde man dann nach den Sommerferien in die Politik kommen, um diese vorzustellen. „Wenn ein solches System angeschafft wird, dann bitte ich darum, dass das nicht nur für die Schulen im Schulzentrum gemacht wird, sondern für alle Schulen“, regte Anita Klahn (FDP) bereits an. Schon jetzt in den Sommerferien soll es erste bauliche Nachrüstungen an den städtischen Schulgebäuden geben, die die Sicherheit im Amok- oder Terrorfall erhöhen sollen. So werden zum Beispiel Türklinken durch Türknäufe ausgetauscht, die nicht von außen zu öffnen sind. „Auch weitere bauliche Maßnahmen sind für die Sommerferien geplant“, so Sobczak. Angedacht waren schon seit längerer Zeit Sichtschutzvorrichtungen an den Fenstern, die verhindern sollen, dass mögliche Schützen durch die Scheiben gezielt auf Schüler oder Lehrpersonal schießen könnten.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen