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Kulturvergnügen : Theater und Musik der Spitzenklasse

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der Verein wartet in Ahrensburg mit einem hochkarätigem Programm auf. Eintrittspreise leicht erhöht

shz.de von
erstellt am 06.Sep.2013 | 18:00 Uhr

Mit einem Feuerwerk endet die Musiksaison in Ahrensburg. So sieht es Hinrich Tramm vom Verein Theater und Musik. „Am 5. April kommt die Weltklasse-Klarinettistin Sabine Meyer nach Ahrensburg. Sie spielt mit dem Trio di Clarone.“ Dazu kommt der Musiker Pierre Charial mit seiner selbst gebauten Drehorgel. Salonmusikaus dem Paris der 20er Jahre steht auf dem Programm mit Kompositionen von Eric Satie, Igor Strawinsky und anderen.

Aber auch das weitere Programm ist hochkarätig besetzt. Hannelore Hoger liest am 8. Dezember Märchen Oscar Wilde, am Klavier begleitet von Siegfried Gerlich. Den Saison-Auftakt bestreiten „LaLeLu“ an diesem Freitag. „Die dünnen Jahre sind vorbei“ heißt es im Alfred-Rust-Saal.

Klassisch geht es am 29. September weiter mit dem „Duo Troussov“. Das Geschwisterpaar trägt mit Violine und Klavier Werke von Beethoven bis Tschaikowsky vor. Einav Yarden bringt bei ihrem Klavierkonzert am 27. Oktober ebenfalls virtuose Klassik zu Gehör. Guter Bekannter in Ahrensburg ist bereits das „Artemis Quartett“, das am 17. November wieder kommt. „Trotz seiner Weltkarriere ist es uns treu geblieben“, freut sich Tramm. Im Januar ist das „Trio con Brio“ zu Gast, im Februar spielt das Ahrensburger Kammerorchester.

Während die Konzerte regelmäßig ausverkauft sind, ist das Theater Sorgenkind des Vereins. „Wir haben eine durchschnittliche Auslastung von 65 Prozent“, sagt Sabine Schwarz, „das ist zu wenig.“ Für den 3. Oktober hat sie das Stück „Marquise von O“ gebucht. Am 16. November kommt Ellen Schwiers nach Ahrensburg, sie spielt die Hauptrolle in „Altweiberfrühling“. Es ist die Theaterfassung nach dem Film „Die Herbstzeitlosen“ von Stefan Vögel. „Das Stück hat viel Komik, aber keine Albernheiten“, verspricht Sabine Schwarz.

Tragikomisch ist „Der blaue Engel“ mit Musik von Friedrich Holländer am 6. Januar. In „Die Muschelsucher“ nach dem Roman von Rosamunde Pilcher spielt Doris Kunstmann am 22. Februar die Hauptrolle. Die Saison endet mit dem „Kaukasischen Kreidekreis“ nach Bertold Brecht am 23. März.

„Weil die Niederdeutsche Bühne in diesem Jahr kein Kindertheater aufführt, haben wir ein Weihnachtsmärchen engagiert“, sagt Sabine Schwarz. „Petterson kriegt Weihnachtsbesuch“ wird Kinderherzen am 24. November erfreuen. Weil der Nachwuchs von den Vorstellungen „immer total begeistert ist, hätten wir noch ein zweites Stück für Kinder präsentiert“, so Sabine Schwarz, doch das Risiko schien dem Verein zu groß. Nur wegen der persönlichen Kontakte des Vereins sei ein so hochkarätiges Programm überhaupt möglich, sagt Bürgermeister Michael Sarach. Für ihn gehöre das diese kulturellen Bereicherung zum Bildungsbereich, den einige Fraktionen im Stadtparlament erklärtermaßen nicht kürzen wollen. Ob die Mehrheit das so sieht, werde sich bei Haushaltsberatungen im Herbst entscheiden. Bei den Sparauflagen dürfte der städtische Zuschuss für Theater und Musik e. V, in Höhe von 48 000 Euro jährlich ein Thema sein.

Ohne Preiserhöhungen konnte das Programm 2013 nicht gestaltet werden. Die Abo-Gebühren wurden erhöht, die Theaterkarten kosten zwei Euro mehr. Wer sich für ein Abonnement entscheidet, kann damit etwa 20 Prozent sparen.


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