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Bad Oldesloe : Teurer und keine Zuschüsse: Geld für Straßen wird knapp

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Verkehrsausschuss des Kreises entscheidet über die Mittel für Sanierung und Erneuerung.

Weder für Sanierungen noch für grundhafte Erneuerungen von Kreisstraßen bekommt Stormarn noch Zuschüsse vom Land. „Wir erhalten stets nur die Rückmeldung, dass unsere Straßen keine Förderzusagen mehr bekommen“, sagt Verkehrsausschussvorsitzender Lukas Kilian (CDU) Die gut zwei Millionen Euro, die in diesem Jahr für den Ausbau der K  31 von Grönwohld Richtung Lütjensee, die K  80-Brücke der Sachsenwaldstraße, die Hauptstraße in Tremsbüttel und die K  32 in Trittau eingeplant sind, muss der Kreis komplett alleine zahlen.

Wenn das Geld überhaupt reicht. Weil zurzeit bundesweit mehr saniert wird als in den Vorjahren, hatten die Tiefbaupreise stark angezogen. Das war bereits 2016 der Fall. Weil die Ausschreibungen Summen ergeben hatten, die weit über den geschätzten Kosten lagen, wurden die Asphaltsanierungen der K  96 von Braak bis zum Abzweiger nach Langelohe und der K  67 von Meddewade bis zur B  75 verschoben.

Für Deckenerneuerungen sind laut Vertrag mit dem Straßenbauamt jährlich 700  000 Euro vorgesehen. Die Neuausschreibungen fielen jetzt nicht großartig günstiger aus, teurer wurde es vor allem bei der Kreisstraße   96 – auch weil dort die Entwässerung mit erneuert werden muss.

Die Kosten für beide Straßen summieren sich auf mehr als eine Million Euro. Weil die Restmittel aus dem Vorjahr dafür bei weitem nicht reichen, schlägt die Verwaltung vor, auf Beseitigung von Winterschäden zu verzichten und die 250  000 Euro für die K  96 und die K  67 zu nutzen, damit es in diesem Jahr losgehen kann.

Für die eigentlich vorgesehene Deckenerneuerungen auf den Radwegen an der K  83 (Meilsdorf bis Braak), der K  80 (Willinghusen bis K  29), der K  26 in Glinde und der K  12 (Bargteheide bis Tremsbüttel) reicht das Geld ebenfalls nicht mehr. Auch für das nächste Jahr sieht es bei den Radwegen nicht besser aus. Aus den 700  000 Euro für Deckenerneuerungen sind allenfalls die mehrfach verschobene Erneuerung des Beimoorwegs (K  106) von Hammoor bis Ahrensburg und die der K 73 von Sühlen bis zur Kreisgrenze Segeberg zu bezahlen. Die obligatorischen 200  000 Euro für zusätzliche Erhaltungsmaßnahmen sollen für die K  8 zwischen Wulmenau und Trenthorst und die K  80-Brücke/Möllner Landstraße verwendet werden, weil dort ansonsten teure Folgeschäden drohen würden.

Über die Mittelverwendung entscheidet der Verkehrsausschuss in seiner Sitzung am Montag, 24. April, ab 18.30 Uhr im WAS-Gebäude am Bahnhof (Raum F22). Im nächsten Jahr sollen die Kreisstraße   39 von der L  224 in Siek bis zur Bahnhofstraße (L  91) und die K  74 von der Segeberger Straße bis Neufresenburg saniert werden. Allerdings nur, wenn die Ausschreibungsergebnisse für die K  39 nicht über den angesetzten 450  000 Euro liegen und es auch kein großes Defizit aus diesem Jahr gibt.

Auch für Landesstraßen kommt nicht besonders viel Geld im Kreis an. Verkehrsminister Reinhard Meyer hat gerade darauf hingewiesen, dass man die Kommunen bei der Sanierung von Straßen und Brücken und Radweg-Ausbau mit 42,3 Millionen Euro unterstütze. 37 Millionen Euro davon sind allerdings Bundesmittel aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz. Fünf Millionen Euro stammen aus den Finanzausgleichsmitteln – sind also Gelder, die die Kreise selbst bezahlt haben.

In Stormarn kommen von den 42 Millionen lediglich 382  000 Euro an. 170  000 Euro sind für den Neubau der Sylsbek-Brücke bei Rohlfshagen vorgesehen, 212  000 Euro für die Sanierung von ,7 Kilometern der Hamburger Straße in Reinbek. Dass von den zusätzlichen Mittel n noch etwas in Stormarn ankommt, glaubt Lukas Kilian nicht: „Das Geld wird zusammen mit dem Nachtragshaushalt sehr spontan zur Verfügung gestellt und kann vermutlich gar nicht verbaut werden.“

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erstellt am 22.Apr.2017 | 06:00 Uhr

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